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Mittwoch, 1.04.2020
eGovernment Forschung seit 2001 | eGovernment Research since 2001
Brandenburgs Innenministerium hat mit seiner Strategie zum Einsatz des IT-gestützten Dokumenten- und Vorgangsbearbeitungssystems EL.DOK BB im bundesweiten E-Government-Wettbewerb für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen einen ersten Platz belegt. Nach dem ersten Preis im Jahr 2007 konnte das Ministerium die neuerliche Auszeichnung am Freitag in Berlin in der Kategorie ‚IT-Strategie der Verwaltung' entgegennehmen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble.

Innenminister Jörg Schönbohm, der auch in der Landesregierung für E-Government zuständig ist, betonte: „E-Government ist derzeit die wichtigste Triebkraft für die Modernisierung der Verwaltung. Die erneute Auszeichnung unterstreicht, dass Brandenburg zu den Vorreitern der Verwaltungsmodernisierung und den Impulsgebern im E-Government in Deutschland zählt."

Mit der Auszeichnung wurde die ganzheitliche Strategie zur elektronischen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verwaltungen auf einer gemeinsamen Plattform gewürdigt. Diese Strategie trägt dazu bei, dass Verwaltungen schneller und effizienter reagieren und entscheiden können, was sowohl Bürgern als auch Unternehmen zugute kommt. Die Bewertung der eingereichten E-Government-Projekte erfolgte durch eine unabhängige Jury, die mit Wissenschaftlern, Vertretern des deutschen und des österreichischen Bundesinnenministeriums sowie des Städte- und Gemeindebundes besetzt war.

Schönbohm sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung der Anstrengungen der vergangenen Jahre zur Steigerung der Innovationskraft der brandenburgischen Verwaltung. „Wir legen auch deshalb so viel Wert auf das Thema E-Government, weil Brandenburg mit der Binnenmodernisierung der Verwaltung wichtige Rahmenbedingungen für einen attraktiven Wirtschaftsstandort schafft."

Durch EL.DOK BB werden die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzt und die behördenübergreifende Zusammenarbeit deutlich verbessert. Kurze Recherchezeiten für Akten und der Wegfall langwieriger Aktentransporte tragen dabei wesentlich zur Beschleunigung bei. „Die so gewonnene Zeit kann künftig für die inhaltliche Bearbeitung genutzt werden. Das nutzt Bürgern und Wirtschaft", sagte Schönbohm. „Am Ende des jetzt beginnenden Prozesses wird eine organisatorisch schlanke und noch wirtschaftlicher arbeitende Verwaltung stehen."

EL.DOK BB ist zudem ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie. Durch die Einführung von EL.DOK BB wird nicht zuletzt auch der Datenschutz erheblich verbessert. Ein komplexes Berechtigungskonzept und umfassende Datensicherungsmechanismen sorgen dafür, dass die Daten zwar jederzeit zur Verfügung stehen, aber nur die berechtigten Personen Zugriff haben. Bis 2011 sollen rund 2.500 Beschäftigte der Ministerien und der Staatskanzlei EL.DOK BB nutzen. Die übrige Landesverwaltung soll folgen. Papierene Aktenberge werden dann der Vergangenheit angehören.

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Autor(en)/Author(s): Geert Piorkowski

Quelle/Source: Ministerium des Innern des Landes Brandenburg, 11.09.2009

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