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Dienstag, 24.05.2022
eGovernment Forschung seit 2001 | eGovernment Research since 2001
Deutschland stagniert im Vergleich, Österreich auf Platz eins

Der Umsetzungsgrad von E-Government-Angeboten in den EU-Ländern und im beachbarten Ausland ist einer Untersuchung von Capgemini zufolge gegenüber der letzten Untersuchung vor zwei Jahren um rund 10 Prozentpunkte gestiegen. Das am weitesten entwickelte europäische Land beim E-Government ist nun Österreich, gefolgt von Malta und Estland.

Deutschland konnte beim Online-Umsetzungsgrad acht Prozentpunkte zulegen, ist aber im Ländervergleich erneut um einen Platz zurückgefallen (Platz 19). Die grundlegenden Dienstleistungsangebote der Behörden im Internet in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sowie Island, Norwegen und der Schweiz erreichen nun im Durchschnitt 75 Prozent des maximal möglichen Online-Umsetzungsgrades.

Die Untersuchung wurde im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführt. Deutlich stärker als der Ausbau in den alten Mitgliedsstaaten der EU mit einem Plus von rund 6 Prozent ging die Online-Fähigkeit von Leistungen der Verwaltung in den zehn neuen Mitgliedsstaaten mit 16 Prozent voran. Knapp die Hälfte (48 Prozent) aller untersuchten Angebote können komplett online abgewickelt werden (plus 8 Prozent).

"Die Politik sieht E-Government offenbar vorwiegend als Kosten-, nicht aber als Wirtschaftsfaktor und treibt das Thema oft nur mit geringer Priorität voran. So verfügt die Initiative ‚Deutschland Online’, die eigentlich das Ziel hat, die nationalen Initiativen zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu bündeln, weder über finanzielle noch über personelle Ressourcen und steht streng genommen nur auf dem Papier", meint Tom Gensicke, Leiter Public Services bei Capgemini in Deutschland.

Untersucht wurden 20 von der EU definierte Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen, die über insgesamt 12.590 Internetadressen angeboten werden. Stand ist April 2006, die vorherige Untersuchung fand im Oktober 2004 statt.

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Quelle/Source: Golem, 30.06.2006

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