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Mittwoch, 1.04.2020
eGovernment Forschung seit 2001 | eGovernment Research since 2001
Der Austausch elektronischer Dokumente zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Bürgern beinhaltet erhebliche Optimierungspotenziale im Hinblick auf modernes Informationsmanagement. Was fehlt, ist ein offenes, standardisiertes Dokumentenformat, das den freien und ungehinderten Austausch elektronischer Dokumente ermöglicht. Durch das Fehlen eines einheitlichen Formates müssen digitale Dokumente heute noch zum Zwecke der Archivierung aufwendig und teuer ausgedruckt, "vertifft" und anschließend mühevoll verschlagwortet werden, bevor sie als Bilddateien auf langlebigen Datenträgern landen. Durch ein Standardformat könnte man sicherstellen, dass man auch in Zukunft noch die Daten lesen könnte, auch wenn der Hersteller proprietärer Formate und der passenden Software vielleicht längst nicht mehr existiert.

Durch die Etablierung eines Standardformats zum freien und formatbruchfreien Austausch von elektronischen Dokumenten soll diese Schwachstelle im elektronischen Workflow ausgebessert werden. Das gemeinnützige Projekt "1dok.org", das vom Land Schleswig-Holstein und der EU-Generaldirektion Regio gefördert wird, hat sich die Förderung eines solchen Standardformates zum Ziel gesetzt und will hierbei den Dialog zwischen Produzenten und Anwendern fördern.

Die bisherigen Ergebnisse von 1dok.org zeigen nach Angaben der Mitstreiter, dass sich durch den Einsatz eines Standarddokumentenformats erhebliche Rationalisierungspotenziale z. B. in der Vorgangsbearbeitung der öffentlichen Verwaltungen ergeben würden.

1dok.org will auf der CeBIT 2003 in Zusammenarbeit mit der Initiative D21, dem BMBF, dem Fraunhofer Institut und der Technologietransferzentrale Schleswig-Holstein am 18. März eine Podiumsdiskussion veranstalten, in der dieser Dialog aufgenommen werden soll. Mit dabei sind neben dem Bundesministerium des Inneren auch die D21-Mitgliedsunternehmen Microsoft und Markant.

Quelle: Golem

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