Today 1685

Yesterday 3095

All 63039839

Monday, 9.03.2026
Transforming Government since 2001
Der Termin für den Start des Mautsystems auf deutschen Autobahnen ist wegen technischer Probleme geplatzt. Die Gebühr werde erst ab Anfang November von den Spediteuren kassiert, erklärten das Betreiberkonsortium und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Donnerstag. Für den Bund ergeben sich den Kreisen zufolge aus der Verschiebung Einnahmenausfälle in Höhe von 326 Millionen Euro. Das Betreiberkonsortium für die Maut-Erfassung, dem DaimlerChrysler und Deutscher Telekom angehören, werde sich an den Kosten mit 63 Millionen Euro beteiligen, hieß es dort.

Stolpe bestätigte, dass erst nach einer Ende August beginnenden zweimonatigen Einführungsphase kassiert werde: "Dann setzen auch die Sanktionen ein", sagte er dem "Tagesspiegel" einem Vorabbericht zufolge. Der Geschäftsführer des Betreiberkonsortiums, Michael Rummel, begrüßte die Verschiebung. So werde ein nutzerfreundlicher Start des Systems gewährleistet.

Die Maut für Lkw über zwölf Tonnen soll auf Autobahnen je nach Achszahl und Schadstoffausstoß rund 12,4 Cent pro Kilometer betragen und damit jährlich 2,8 Milliarden Euro einbringen.

Die EU-Kommission wird das Verfahren gegen die deutsche Lastwagen-Maut auch nach der Verschiebung um zwei Monate fortsetzen. Der Sprecher von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio sagte am Donnerstag, die Kommission sei vorab nicht offiziell über die Verschiebung informiert worden. Die Bundesregierung könne die Zeit für neue Vorschläge nutzen, sagte er. Nach seiner Einschätzung dürfte das Prüfverfahren mindesten bis Anfang November laufen. Die Kommission sieht ausländische Fuhrunternehmen durch die Regelungen beim Mautsystem benachteiligt.

Quelle: Der Spiegel

Go to top