Stolpe bestätigte, dass erst nach einer Ende August beginnenden zweimonatigen Einführungsphase kassiert werde: "Dann setzen auch die Sanktionen ein", sagte er dem "Tagesspiegel" einem Vorabbericht zufolge. Der Geschäftsführer des Betreiberkonsortiums, Michael Rummel, begrüßte die Verschiebung. So werde ein nutzerfreundlicher Start des Systems gewährleistet.
Die Maut für Lkw über zwölf Tonnen soll auf Autobahnen je nach Achszahl und Schadstoffausstoß rund 12,4 Cent pro Kilometer betragen und damit jährlich 2,8 Milliarden Euro einbringen.
Die EU-Kommission wird das Verfahren gegen die deutsche Lastwagen-Maut auch nach der Verschiebung um zwei Monate fortsetzen. Der Sprecher von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio sagte am Donnerstag, die Kommission sei vorab nicht offiziell über die Verschiebung informiert worden. Die Bundesregierung könne die Zeit für neue Vorschläge nutzen, sagte er. Nach seiner Einschätzung dürfte das Prüfverfahren mindesten bis Anfang November laufen. Die Kommission sieht ausländische Fuhrunternehmen durch die Regelungen beim Mautsystem benachteiligt.
Quelle: Der Spiegel
