So begrüßt der Bitkom zwar das Hartz-Konzept, fordert als Vertreter der IT-Unternehmen aber darüber hinaus, dass "restriktive Bestimmungen" unter anderem zur Arbeitszeitregelung und Befristung von Arbeitsverträgen beseitigt werden. Das Festhalten am Flächentarifvertrag sei ein falsches Signal. Statt "arbeitsrechtlicher Zwangsjacken" seien mehr Freiräume in der Tarifpolitik erforderlich, damit die Regelung der Arbeitsbedingungen und Entgelte den jeweiligen Unternehmens- und Betriebssituationen angepasst werden könnten. Das Tarifsystem müsse deshalb hin zu möglichst offenen, an den Bedürfnissen und der Ertragskraft der einzelnen Unternehmen orientierten Regelungen reformiert werden.
Das Bekenntnis der Koalition zur schnellen Einführung von UMTS findet der Bitkom dagegen erfreulich. Um den schnellen Aufbau der Mobilfunk-Infrastruktur und die Entwicklung neuer Dienste und Inhalte zu fördern, müsse nun aber auch die "Phantom-Diskussion um den so genannten "Elektro-Smog" versachlicht werden". Auch die Ausdehnung der Rundfunkgebührenpflicht oder urheberrechtliche Abgaben auf UMTS-Handys müssten nach Ansicht des Bitkom unbedingt verhindert werden.
Siehe zu den Plänen der Regierung zu Internet und Datenschutz:
Rot-grüne IT-Politik Teil II in der Ausgabe 23/02 der c't
Quelle: Heise Online
