Ebenfalls neu: Ratsinformationssystem und Ortsrecht sind online verfügbar
Eine Homepage für Sehbehinderte und Blinde: Was sich zunächst paradox anhört, hat die Stadt Werne jetzt auf ihrem Internetauftritt realisiert. Gestern ist der neue, barrierefreie Relaunch online gegangen - dem Nutzer stehen seitdem noch mehr Service und zusätzliche Informationen zur Verfügung.
Ebenfalls durch einen Klick lässt sich das Layout der Startseite verändern. Bilder verschwinden, dem Nutzer stehen reine Textblöcke zur Verfügung. Alle diese Neuerung fallen unter den Begriff barrierefrei, das heißt, dass eine Seite für jeden lesbar und bedienbar ist. Neue Internetauftritte von öffentlichen Einrichtungen müssen grundsätzlich barrierefrei angelegt sein, bereits bestehende müssen umgerüstet werden. "Wir sind recht früh dabei", erläuterte Ferdi Schlierkamp, Leiter des Aufgabenbereiches Datenverarbeitung bei der Stadt.
Da aber der Bereich E-Government ständig weiterentwickelt werde, sei der Internetauftritt in weiteren Bereichen optimiert worden. So können Bürger Anregungen und Beschwerden seit gestern online abschicken. "Allerdings nicht anonym", betonte Schlierkamp.
Im neuen Ratsinformationssystem gibt es Vorlagen und Protokolle der Ausschuss- und Ratssitzungen der vergangenen zwölf Monate. Ein Sitzungskalender, die Vorstellung der einzelnen Politiker sowie die Möglichkeit zur Recherche komplettieren das Angebot. "Dadurch wird Politik transparent", bewertete Schlierkamp dieses neue Online-Angebot, denn bislang seien Bürger kaum an diese Informationen gekommen.
Ähnlich einfach ist es für den Nutzer nun bei Fragen zum Ortsrecht. Sämtliche Satzungen - von der Hundesteuersatzung bis zur Gebührenordnung der Stadtbücherei - sind als pdf-Dateien abrufbar. Ebenso kann das Amtsblatt ab sofort im Internet gelesen werden, oder man bestellt es sich als Newsletter.
Drei Monate haben Schlierkamp und Kutsch an dem neuen Internetauftritt gearbeitet. Während bislang sie dafür zuständig waren, Texte auf die Homepage zu setzen, gibt es nun ein Redaktionssystem, dass es jedem Mitarbeiter erlaubt, seine Dateien online zu stellen. "Dafür haben wir mehr mit der Pflege des neuen Auftritts zu tun", erläuterte Kutsch, die den Arbeitsaufwand ungefähr gleich hoch einschätzt. Außerdem planen die beiden schon weiter: Angedacht ist unter anderem ein Baugenehmigungsverfahren online.
Quelle: Stadt Werne, 04.11.2005
