Für die Aufgaben der elektronischen Signatur hat die im Bundeskanzleramt eingerichtete IKT-Stabsstelle "Module für die Online Applikationen (MOA)" erstellen lassen. Diese Module unterstützen die Erstellung und die Prüfung von elektronischen Signaturen und sind technisch auf das Konzept der österreichischen Bürgerkarte abgestimmt. Für die öffentliche Verwaltung ist es von besonderem Interesse, dass Synergien optimal genutzt werden. Daher stehen diese neu entwickelten Module, welche der Einbindung der elektronischen Signatur in E-Government Anwendungen dienen, allen Verwaltungseinrichtungen frei zur Verfügung.
Es soll dem IKT-Board zufolge aber auch den Wirtschaftsunternehmen möglich sein, diese durch Bundesmittel finanzierte Software zu nutzen. "Werden keine Modifikationen übernommen, fallen für diese im Eigentum des Bundes stehende Software keine Kosten an", betont der Chief Information Officer des Bundes, Reinhard Posch.
Diese Strategie der offenen Schnittstellen und der frei zugänglichen Infrastruktur soll Posch zufolge auch weiterhin bei allen E-Government-Aktivitäten des Bundes verfolgt werden. Damit soll der Wirtschaftsstandort Österreich noch attraktiver werden sowie einheitliche, hohe Sicherheitsstandards in E-Government-Anwendungen geschaffen und etabliert werden.
Quelle: Telekommunikations Report, 14.07.2004
