Im Juni hatte der Projektverantwortliche von NHS IT, Richard Granger, noch erklärt, dass das Beschaffungsprogramm im zeitlichen und finanziellen Rahmen liege. Dank härterer Verhandlungen mit Zulieferern seien der Behörde bereits Einsparungen von rund sechs Milliarden Pfund gelungen. Zwei Monate später hatte eine Prüfungskommission allerdings angekündigt, eine detaillierte Untersuchung der Projektkosten vorzunehmen. Die Ergebnisse werden im dritten Quartal 2005 erwartet. Parallel dazu warf ein Sachverständigenrat den Projektverantwortlichen vor, wie würden bei der Realisierung des Großvorhabens zu wenig koordiniert vorgehen und häufig den Sinn und die Effizienzgewinne von Teilprojekten nicht nachweisen (Computerwoche.de berichtete).
In ihrer Stellungnahme erklärte das Gesundheitsministerium nun, dass es sich von dem Projekt deutliche Einsparungen verspreche. Gleichzeitig wies die Behörde darauf hin, dass es in der IT-Industrie gang und gäbe sei, dass die Implementierungskosten den Wert der Hard- und Softwareanschaffungen um das Drei- bis Fünffache übersteigen. Ähnliches sei auch bei dem NHS-Projekt der Fall.
Autor: (mb)
Quelle: Computerwoche, 12.10.2004
