Und ähnlich wie die
Für Emnid ergeben sich aus diesem Ergebnis in Verbindung mit anderen soziodemografischen Eckdaten diesseits und jenseits des "digitalen Grabens" zwei relativ eindeutige Profile: Auf der einen Seite die Internet-Nutzer mit einer formal höheren Bildung und dem Status eines Angestellten oder Selbstständigen, auf der anderen Seite der ältere Nichtnutzer mit formal geringerer Bildung und dem deutliche geringeren Einkommen. Lediglich im Bereich der Arbeitssuchenden scheint sich dieser Trend etwas aufzuweichen, denn immerhin nutzt inzwischen jeder zweite erwerbslose Bundesbürger das Internet zur Jobsuche, was einer Zunahme von 17% entspricht.
Dass mit der zunehmenden Online-Erfahrung der Nutzer auch die Bereitschaft zum Interneteinkauf wächst, betonen die meisten Marktforscher unisono. Und so bezifferte eine Marktuntersuchung von
Im Vergleich zu den großen Ambitionen des B2B-Marktes wurde der eCommerce mit dem Konsumenten in der Vergangenheit dennoch stets eher milde belächelt. Das Potential erschien vielen Analysten einfach deutlich zu gering. Doch auch hier scheint sich eine Trendwende anzubahnen: Forrester etwa begreift das Konsumentengeschäft inzwischen sogar als wichtigen Wachstumsmotor und prognostiziert für dieses und nächstes Jahr Zuwächse in einer Größenordnung von mindestens 20%. Federführend sehen die Analysten dabei die schon beinahe traditionellen Online-Handelsgüter vorn: Flugtickets, IT-Ausstattung, Bücher sowie Musik- und Videoprodukte. Insbesondere sei beim eCommerce, so Forrester-Analyst Andrew Bartels, ein ansteigender Trend zu Online-Direktverkäufen bei hochwertigen Markenartikeln zu beobachten.
Doch nicht nur Markenartikel, sondern insbesondere auch die Brands der großen Handelskonzerne mischen den eCommerce kräftig auf. Zu den ohnehin großen Zugnummern Otto und Tchibo etabliert sich mit dem KarstadtQuelle Konzern zunehmend ein dritter "Big Player": So legte der Online-Bestellwert des Unternehmens im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber den ersten drei Monaten 2002 um satte 45% auf insgesamt 380 Millionen Euro zu. Für das gesamte Jahr 2003 kalkuliert man unverändert mit einem Umsatz von mindestens 1,5 Milliarden Euro und darf dabei nach eigener Aussage auf eine Steigerung der Besuchszahlen um nicht weniger als 69% bauen. Interessant zu beobachten ist es dabei, dass KarstadtQuelle just in dem Moment online erfolgreich ist, in dem man sich auf ausgewählte Produkt- und Themensparten konzentriert. Insofern kann sich die mühevolle Auseinandersetzung mit Nutzerzahlen und -typen also durchaus auch einmal kräftig auszahlen.
Autor: Ralf Koyro
Quelle: Ecin, 25.06.2003
