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Friday, 16.01.2026
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Im europäischen Vergleich | Nur vier Prozent glauben an abschreckenden Wirkung in eigener Straße | Im Gegensatz zu 47 Prozent der Londoner | Vier Mio. Überwachungskameras in GB

Die Zahl der Überwachungskameras hat sich in Großbritannien binnen drei Jahren vervierfacht. Mit vier Millionen Kameras ist Großbritannien laut einer EU-Studie das am meisten überwachte Land Europas, gleichzeitig ist die Akzeptanz für diese Überwachung in GB besonders hoch.

Demnach befürworten 90 Prozent der Briten Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen, gegenüber lediglich 48 Prozent der Deutschen und 24 Prozent der Österreicher.

Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] prüft seit Dezmber den verstärkten Einsatz von Videoüberwachungen im öffentlichen Bereich.

Strasser plant stärkere Videoüberwachung

160.000 Kameras überwachen Österreich

Skepsis in Wien

66 Prozent der Londoner haben laut der Studie nichts gegen eine Kamera in ihrer eigenen Straße einzuwenden, 47 Prozent gehen davon aus, dass auf diese Weise die Verbrechenszahlen gesenkt werden könnten.

Im Vergleich dazu würden nur 25 Prozent der Wiener eine Kamera in ihrer Straße dulden, nur vier Prozent glauben, dass mit mehr Überwachung Verbrecher abgeschreckt werden können.

Für die zweijährige Studie "Urbaneye" wurden Bürger aus sieben derzeitigen oder künftigen EU-Staaten befragt.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel [ÖVP] hat erst im März Befürchtungen vor einem Überwachungsstaat wegen der verschärften Sicherheitsmaßnahmen als "unbegründet" zurückgewiesen.

Schüssel: Keine Angst vor dem Überwachungsstaat

Urbaneye

Mehr Kameras in Österreich

Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] hat erst Mittte März den verstärkten Einsatz von Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen in Östereich angekündigt.

Zum Einsatz kommen sollen die Kameras etwa auf Flughäfen, an Drogen-Umschlagplätzen sowie in belebten Einkaufsstraßen. Eine entsprechende Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes ist derzeit in Arbeit.

Während FPÖ-Justizsprecherin Helene Partik-Pable die Überwachungspläne von Strasser als "längst überfällig" bezeichnet, kritisiert ARGE-Daten-Chef Hans Zeger die Pläne als "gnadenlos dummes Projekt" und "billigen Aktionismus".

Österreich: Heiße Diskussion über Videoüberwachung

Quelle: futureZone, 27.04.2004

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