Regierungen, die an dem Programm teilnehmen, erhalten dabei künftig Einblick in den Quellcode von Windows XP, Windows 2000, Windows CE und Server 2003. Darüber hinaus können sie auch auf vertrauliche Microsoft-Dokumentationen zurückgreifen. Angeblich verhandelt der Konzern schon mit 20 Staaten, verlautbarte das Redmonder Unternehmen.
Gates Zukunftsvisionen
Unterdessen präsentierte der Konzern auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas einige Neuentwicklungen: Surfbildschirme und intelligente Reisewecker. In einem Interview mit SPIEGEL ONLINE sagte Mircosoft-Gründer Bill Gates, dass das Unternehmen trotz einiger Hardwareprodukte immer ein Softwareunternehmen bleibe.
Ziel sei es, die unterschiedlichen Geräte zu vernetzen. "Unsere Produkte werden überall dort zu finden sein, wo die Leite sie haben wollen." In das Geschäft mit der Xbox sei das Unternehmen nur wegen der Software eingestiegen. "Sobald die Bedeutung der Xbox noch weiter zunimmt, sehen wir eventuell dieselbe Entwicklung wie im PC-Markt, wo viele Unterhaltungsfirmen die Hardware produzieren und wir uns auf die Software konzentrieren können."
Langfristiges Ziel von Gates ist es, die unterschiedlichen Geräte miteinander zu vernetzen - so zum Beispiel die neue Spot-Uhr. Der Besitzer könne am Computer einstellen, was für Nachrichten und Informationen auf der Uhr sehen möchte. "Der Rechner teilt dann der Uhr mit, was sie anzeigen soll." Teil der Idee sei es, dass die persönlichen Einstellungen nur einmal vorgenommen werden müssten und nicht für jedes einzelne Gerät, so Gates.
Bei der Weiterentwicklung der Vernetzung spielt der Mobilfunk eine entscheidende Rolle. Jedoch hält Gates Wireless Lan (in den USA Wifi) für eine entscheidende Neuerung im Vergleich zu UMTS. Gates: "In mehrerlei Hinsicht ist Wifi dabei die wichtigere Technologie, da diese im Büro, zu Hause und an jedem Ort, an dem man sich längere Zeit aufhält, wie etwa Flughäfen, in Hotels oder Kongresszentren, verfügbar ist." UMTS und Wifi würden aber nebeneinander existieren, da die W-LAN-Angebote nie flächendeckend verfügbar sein werde.
Quelle: Manager Magazin, 15.01.2003
