Die Gebühr werde erst ab Anfang November von den Spediteuren kassiert, erklärten das Betreiberkonsortium und Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Donnerstag und bestätigten damit Reuters-Informationen aus projektnahen Kreisen vom Dienstag. Für den Bund ergeben sich den Kreisen zufolge aus der Verschiebung Einnahmenausfälle von 326 Millionen Euro. Das Betreiberkonsortium für die Maut-Erfassung aus DaimlerChryslerund Deutscher Telekom werde sich an den Kosten mit 63 Millionen Euro beteiligen, hieß es dort.
Stolpe bestätigte, dass erst nach einer Ende August beginnenden zweimonatigen Einführungsphase kassiert werde: "Dann setzen auch die Sanktionen ein", sagte er dem "Tagesspiegel" einem Vorab-Bericht zufolge. Der Geschäftsführer des Betreiberkonsortiums, Michael Rummel, begrüßte die Verschiebung. So werde ein nutzerfreundlicher Start des Systems gewährleistet.
Die Maut für Lkw über zwölf Tonnen soll auf Autobahnen je nach Achszahl und Schadstoffausstoß rund 12,4 Cent pro Kilometer betragen und damit jährlich 2,8 Milliarden Euro einbringen.
Quelle: Reuters
