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Friday, 27.02.2026
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Im Internet verschwimmen die Landesgrenzen bereits/Gemeinsame Job-Angebote im öffentlichen Dienst

Die Grenzen zwischen Bremen und dem Umland verwischen zunehmend. Im Internet ist das deutlich zu erkennen. Eine Reihe von Dienstleistungen wollen die Verwaltungen künftig gemeinsam anbieten: Vom gemeinsamen Internet-Fundamt bis zum An-, Ab- und Ummelden überall in der vernetzten Region. Den Anfang in einer Kette von Neuerungen macht ab sofort eine Job-Plattform des öffentlichen Dienstes. Das Land Bremen sowie 44 Städte, Landkreise und Gemeinden haben dort ihre Stellenangebote zusammengeschlossen. Wer sich unter www.bremen.de durchklickt zu den Stellenangeboten – oder als Adresse direkt www.bremen.de/stellen eingibt – der kann sich nicht nur anschauen, was der öffentliche Dienst im kleinsten Bundesland zu bieten hat. Er erfährt auch, dass die Gemeinde Stuhr „zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Zivildienstleistenden für den Mobilen Sozialen Hilfsdienst der Sozialstation“ sucht. Und dass die Gemeinde Ganderkesee eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten anbietet.

Umgekehrt haben die Bewerber aus den angeschlossenen Gemeinden über ihre eigene Homepage Zugriff auf die Bremer Angebote. Der Vorteil liegt auf der Hand: Anstatt 44 Web-Seiten im ganzen Umland anzuklicken, genügt ab sofort eine einzige. Hinter dem neuen Angebot steckt ein Zusammenschluss mit dem klangvollen Titel „Regionales Netzwerk E-Government“: Dienstleistungen der Verwaltung auf elektronischem Wege zur Verfügung stellen – das ist das Ziel.

Die gemeinsamen Stellenausschreibungen im Internet sind „erst der Anfang“, so Gisela Schwellach vom Finanzsenator, wo der Bremer Teil der Arbeitsgruppe angesiedelt ist. Aus Stuhr komme etwa der Vorschlag, ein gemeinsames Internet-Fundbüro einzurichten. Wer etwas verloren hat, füllt einen Fragebogen aus und bekommt Rückmeldung – auch dann, wenn der verlorene Gegenstand die Landesgrenzen längst verlassen hat und, etwa mit Bus oder Bahn, in Delmenhorst oder Diepholz gelandet ist.

Auf lange Sicht können Bürger der Region sich in jedem Bürger-Service-Center an-, ab- und ummelden – ganz gleich, ob in Bremen, Diepholz oder Bremerhaven. Gar nicht so ferne Zukunftsvision: Behördenschalter, zuständig für die ganze Region, in einem Einkaufszentrum am Stadtrand „Einheitliche Geschäftsprozesse“ und „technische Standards, die zusammen passen“ – das ist eine wichtige Voraussetzung. Auch „rechtlich muss dazu noch einiges geklärt werden“, erklärt Gisela Schwellach.

Politischen Rückhalt hat sie dabei allemal. Zumindest im Lande Bremen. Hier ist die engere Zusammenarbeit mit Niedersachsen sogar ausdrücklich im Koalitionsvertrag verankert.

Quelle: Bremer Nachrichten

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