Telefonbasierte Systeme identifizieren die Kunden über die Festnetz- oder Handy-Nummer. Die Abrechnung der kostenpflichtigen Seiten erfolgt über die Telefonrechnung oder das Girokonto des Kunden. Mit 750000 Kunden (Stand: Ende Januar) ist Paybox erfolgreichster Anbieter dieses Verfahrens - vor In Medias Res, Infin und Inatec. Das Unternehmen konnte sich jedoch nicht vom Rückzug des Investors Deutsche Bank erholen und wird künftig nur noch den österreichischen Markt bedienen.
Beim "Trusted Third Party"-Verfahren sammeln Dienstleister wie das Kölner Unternehmen Firstgate die Zahlbeträge des Kunden, um sie nach einer bestimmten Zeit oder bei einer bestimmten Summe von dessen Konto abzubuchen und an den Händler weiterzuleiten. Firstgate hat mit seinem Bezahlsystem Click&Buy bereits eine Million Nutzer und damit die gesamte Payment-Konkurrenz hinter sich gelassen. Unter den 2300 angeschlossenen Content-Anbietern finden sich Namen wie Auto-Motor-Sport, Bild.de, Deutsche Post, Gruner + Jahr, Heise, RTL, Spiegelnet oder Tomorrow Focus.Bei der Stiftung Warentest laufen inzwischen 80 Prozent der Bezahl-Downloads über das Firstgate-Bezahlsystem.
Prepaid-Card: einfach und anonym
Guthabenbasierte Systeme wie Paysafecard oder Micromoney setzen auf Prepaid-Cards. Diese Verfahren eignen sich besonders zum anonymen Einkaufen. Auf vorbezahlten Karten rubbeln Kunden eine PIN-Nummer frei, die im Internet zum Kleingeldersatz wird. Auch die Telekom bietet mit Micromoney schon länger eine Prepaid-Karte an. Diese ist seit Ende 2002 Teil von T-Pay, dem Telekom-Bezahlsystem, das gleich mit drei Varianten aufwartet: Bezahlung über Telefonrechnung, per Lastschrift und Kreditkarte. Weil einfach und sicher, könnte vor allem die erste Möglichkeit künftig für viele Internet-Einkäufer ein Grund sein, die Telekom als Bezahldienstleister zu wählen. Kundenzahlen werden nicht genannt.
Quelle: CIO
