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Saturday, 11.04.2026
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Aus Kosten- und Sicherheitsgründen solle die Stadt München von dem bisher verwendeten Betriebssystem Windows NT auf Linux umsteigen – und nicht den Microsoft-Nachfolger Windows XP wählen. Mit diesem Stadtratsantrag möchte die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) der Empfehlung eines Gutachtens der Beratungsfirma Unilog Integrata folgen, die sich für Linux und Freie-Büro-Programme ausgesprochen hat. München verwendet gegenwärtig erfolgreich Windows NT - trotzdem muss die Stadt auf ein neues Betriebssystem umstellen, vorwiegend weil die Herstellerfirma Microsoft Windows NT nicht mehr unterstützt. ödp-Stadträtin Mechthild von Walter: „Wenn die Stadt jetzt wieder auf ein Microsoft-Betriebssystem setzt, wird sie in einigen Jahren erneut durch eingestellten Support zu einem höchst kostspieligen Wechsel gezwungen werden. Deshalb zahlt sich auch ein von Microsoft nochmals reduzierter Einstandspreis mittel- und langfristig nicht aus.“

Noch entscheidender als der Kostenaspekt ist der ödp die Daten- und Benutzersicherheit: Windows XP übermittele automatisch Benutzerdaten über das Internet an Microsoft und könne nur schwer auf "versteckte" Funktionen überprüft werden. Diese Intransparenz dürfte auch Geheimdiensten die allgegenwärtige Industriespionage erleichtern.

Das Betriebssystem Linux hingegen sei dank des offenen Programmcodes bis ins Detail durchschaubar und lasse sich relativ einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Außerdem zeichne sich Linux durch eine höhere Ausfallsicherheit sowie eine geringere Anfälligkeit für Viren, "Hack-Angriffe" und dergleichen aus. Seine effektive Ressourcennutzung ermögliche den Weiterbetrieb auch älterer Computer.

Quelle: News4Press

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