Das Open Source Software Institute (OSSI) hat mit dem Projekt Leopard (Phase 1) den Kern seines geplanten Web-Service-basierten E-Government-Frameworks veröffentlicht. Das Projekt Leopard basiert auf Linux, Apache, MySQL, PHP, Perl und Python und soll als Framework eine freie Basis zur Entwicklung schneller und effizienter E-Government-Programme dienen. Das OSSI gab die Gründung der Arbeitsgruppe "Open Government Interoperability Standard" (OGIS) bekannt. Der von ihr entwickelte OGI-Standard soll als Richtlinie für Module und Applikationen dienen, die im Rahmen von Leopard entwickelt werden. Der Arbeitsgruppe gehören Mitglieder aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung, aus der Forschung, aber auch von Unternehmen an.
"Phase 1" soll eine Grundlage für diverse Module darstellen, die unter dem Dach des Projekt Leopard bereits entwickelt werden. Dabei sind zunächst Module geplant, die eine Interoperabilität mit den Datenbanken der bisher eingesetzten Software schaffen sollen. Einige kommerzielle Anbieter hätten bereits zugesagt, Leopard in ihre kommerziellen Entwicklungen für Kunden aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung zu integrieren.
Die Entwicklung des Leopard-Projekts wird von Matthew Schick geleitet, Programmierer und System-Administrator an der School of Computer Science an der Universität von Southern Mississippi (USM). Alle Systemprogramme sind dabei in Python geschrieben, als Managementsystem setzt man auf das von Gentoo entwickelte Portage.
"Phase 1" des Projekts Leopard steht unter leopard.sourceforge.net/ zum Download bereit.
Quelle: Golem, 06.11.2003
