Ein neuer Weg wird bei der Schaffung eines »national open development environment« (NODE) gegangen. eGovernment-Anwendungen für die öffentliche Verwaltung sollen in den Bereichen als Open-Source-Software finanziert werden, die von proprietärer Software nur unzureichend abgedeckt werden. Eine solche Initaitive gibt es auch in Deutschland von der Stadt Mühlheim an der Ruhr. Andere Verwaltungen werden eingeladen, gemeinsam eGovernment-Anwendungen als freie Software zu entwickeln. Ziel der Mühlheimer Initiative ist es, durch einen Netzwerk-Effekt nachhaltige IT-Infrastrukturen zu schaffen und Kosten zu reduzieren.
Das Programm soll zugleich als Vorbereitung für die kommende englische EU-Präsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres dienen, um das Thema »Linux in die öffentlichen Verwaltungen« europaweit voran zu bringen. Es ist abzuwarten, ob die Ankündigung auch in reale europäische Politik umgesetzt wird.
Nach Brasilien, China, Süd-Korea, etc. nun auch noch England? Deutschland wird reihenweise bei der Förderung freier Software überholt. Eigentlich schade, da wir bei diesem Thema vor wenigen Jahren noch globaler Trendsetter und Vorreiter waren.
Autor: Markus Beckedahl
Quelle: Pro-Linux, 05.04.2005
