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Virtuelle Stimmabgabe und Wahl-Aufruf für Expatriats | Auch Nicht-US-Bürger nehmen Anteil an den USA-Wahlen am 2. November.

An den Präsidentschaftswahlen in den USA nehmen nicht nur die US-Amerikaner selbst regen Anteil - über TV und vor allem das Netz partizipiert auch der Rest der Welt an den Wahlen am 2. November. Selbst im fernen Addis Abeba in Äthiopien setzt sich Lederexporteur Girma Hagos täglich vor den Computer, um seine tägliche Portion US-Wahlberichterstattung zu konsumieren. "Was in den USA passiert, geht uns alle an", meint Hagos und damit scheint er nicht allein zu sein.

Zahlreiche Websites bieten Nicht-Amerikanern ebenfalls die Möglichkeit, ihre Stimme, wenn auch nur theoretisch, abzugeben. "Helft uns den US-Amerikaner herauszufinden, wer ihr Präsident sein soll. Gott weiß, sie haben genug Zeit damit verbracht, anderen bei ihrer Entscheidungsfindung zu 'helfen'", ruft beispielsweise die Website Virtual Election zur Stimmabgabe auf.

Herausforderer John Kerry führt dort derzeit mit knapp 44 Prozent, während George W. Bush mit 5,34 Prozent weit abgeschlagen hinter allen anderen Kandidaten liegt.

Virtual Election

Wahl-Aufruf und Boykott

TellAnAmericanToVote ruft US-Amerikaner, die außerhalb den USA leben, dazu auf, ihre Stimmrecht in Anspruch zu nehmen. Dazu können Personen, die einen US-Bürger außerhalb den USA kennen, dessen Namen nennen und die Website verständig diesen dann per Mail von seinem Wahlrecht.

Andere Websites [BoycottBush] rufen zum Boykott jener Firmen auf, die die Republikanische Partei unterstützen sowie zu alternativen Wahlen in London, Brüssel, Gent, Barcelona, Ibiza, Budapest und Brasilien.

Auch deutsche Zeitungen bieten ihren Lesern die Möglichkeit an den US-Wahlen teilzunehmen und ihren Typ zu testen. Die "Süddeutsche Zeitung" lässt ihre Leser testen ob sie ein Bush- oder Kerry-Typ sind, während der "Tagesspiegel" zu einem Online-Wahlspiel aufruft.

Auch der Humor darf nicht fehlen. Dort kann jedes konsumierte Glas Alkohol registriert werden, dass das als Gegenstimme gegen den amtierenden Präsidenten gezählt wird, der einst selber zu tief ins Glas schaute.

Suff gegen Bush

TellAnAmericanToVote

Quelle: futureZone, 24.10.2004

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