Politiker des rot-grünen Rathausbündnisses sprachen nach entsprechenden Fraktionsentscheidungen am Montag von einem Signal in dem prestigeträchtigen Duell zwischen den Betriebssystemen Windows und Linux.
Die Verwaltung der Millionenstadt schlage damit eine Bresche in die monopolartige Stellung des Marktführers Microsoft, so der Vizechef der Grünen-Fraktion, Boris Schwartz.
Beide Parteien setzten auf das freie Betriebssystem Linux und ein Office-Paket aus dem Open-Source-Bereich. Bei dem Auftrag geht es um die Umstellung von rund 14.000 Computern. SPD und Grüne haben im Rathaus eine Mehrheit von insgesamt 43 der 80 Sitze. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 28. Mai.
Microsoft-Etappensieg über Linux
Ballmer unterbrach Urlaub
Ballmer persönlich hatte im April seinen Urlaub in der Schweiz unterbrochen, um Oberbürgermeister Christian Ude von einer Entscheidung für Microsoft zu überzeugen.
Der weltgrößte Softwarekonzern soll zuvor einen Rabatt von 15 Prozent eingeräumt haben, um seinen Konkurrenten Linux auszustechen.
München könnte die erste deutsche Großstadt sein, die auf das konkurrierende Linux-Betriebssystem umsteigt. Der Entscheidung in München wird Symbolcharakter für die anstehende Ausrüstung von kommunalen Verwaltungen zugesprochen. Auch der deutsche Bundestag will künftig auf das freie Betriebssystem Linux setzen.
Quelle: futureZone
