In der Zeit vom 27. bis 29. Oktober hatten 143 IT-Unternehmen auf dem Frankfurter Messegelände 14.800 Besuchern ihre neuesten Entwicklungen
unter Verwendung von Linux und Open Source Software (OSS) präsentiert. Mehr als 400 Teilnehmer waren zur Linux World Conference erschienen,
über 2.500 Interessierte haben die Keynotes besucht. Zum vierten Forum Linux in Verwaltung und Behören, das auf der Messe gemeinsam mit der
Computerwoche und dem Behördenspiegel durchgeführt wurde, hatten mehr als 140 Vertreter des öffentlichen Dienstes teilgenommen.
Zunehmend mittelständische Betriebe seien es, so die Veranstalter, die Vorteile von Open Source Lösungen als sinnvolle Alternative zu den etablierten Betriebssystemen entdeckten. Als Gründe werden neben dem Kostenaspekt für diese Anwender die flexible Anpassungsfähigkeit und Stabilität von OSS genannt.
Staatssekretär Wewer hob in seiner Eröffnungsrede die Rolle der Behörden und Verwaltungen als Innovationsträger in diesem Bereich hervor und betonte die Bedeutung von Open Source Software für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wewer sagte: "Was mit einigen Open-Source-Workshops begann, hat sich inzwischen zu einer Bewegung entwickelt, die übrigens durchaus den Trends in der freien Wirtschaft
entspricht: Immer mehr Bundesbehörden entschließen sich zu unterschiedlichen Formen der Migration. War noch vor Jahresfrist die Verwaltung des Bundestages ein einsamer Leuchtturm unter den
Beispielen für komplexe Open-Source-Projekte, würde heute die Würdigung aller großen Migrationen meine vorgesehene Redezeit sprengen." Neben einer Auswahl von verschiedensten Beispielen für flexible Gestaltung der IT-Systeme in den Behörden verwies der Staatssekretär auch auf das "derzeit erfolgreichste Open-Source-Projekt" des BMI, den Migrationsleitfaden.
Quelle: Bund.de, 06.11.2003
