Während die US-Stadt Philadelphia schon bald in einen einzigen riesigen Hotspot verwandelt werden soll, befürchten Experten, dass sich die Planer mit diesem Projekt übernommen haben könnten.
Obwohl ein solches Netzwerk relativ kostengünstig errichtet werden kann, sehen Experten Probleme in dessen Zuverlässigkeit. Sie befürchten, dass die 2,4 GHz-Frequenz, auf welcher die Breitbandsignale gesendet werden, bereits überfüllt ist. Die Überfüllung der Frequenz - zum Beispiel durch Privathaushalte, Firmen oder Universitäten, die bereits über ein eigenes WLAN-Netzwerk verfügen - könnte zu erheblichen Störungen führen.
Durch Störungen während der Übertragung können Daten verloren gehen. Die verlorenen Daten müssten erneut übertragen werden und würden dafür sorgen, dass die Router ihre Übertragungsgeschwindigkeit verlangsamen - damit die Daten nicht noch einmal verloren gehen.
Mehr als 100 US-Städte bauen derzeit eigene drahtlose Netze, um ihren Einwohnern freien oder günstigen Internet-Zugang zu bieten. Sie sehen das Internet als öffentliche Dienstleistung wie Abwasserleitungen, Parks und Freizeitflächen.
US-Städte bauen eigene WLAN-Netze
Wartungsprobleme und Missbrauch
Die Stadt selbst will von den Problemen nichts hören. "Wir haben einen Hochfrequenz-Test gemacht und haben keine Hindernisse gefunden", sagte die städtische IT-Beauftragte Dianah Neff. "In der Stadt gibt es 430 registrierte Wi-Fi-Netzwerke, und wir konnten keine Störungen feststellen."
Neben den Störungen durch Überfüllung der Frequenz befürchten viele Experten auch einen Missbrauch des Netzes durch illegale Downloads, die nicht mehr so einfach zu verfolgen sind.
Auch die Frage nach Wartungen und Reparaturen des Netzwerkes ist bisher noch nicht geregelt.
Quelle: futureZone, 28.05.2005
