Abgelegene Gemeinden könne man nur an das schnelle Internet anbinden, wenn die Förderrichtlinien anders ausgerichtet würden. Eine Abfrage des Branchen-Newsdienstes Portel habe ergeben, dass bis 2013 nach heutigem Stand rund 131 Millionen Euro für die Schließung von weißen Flecken zur Verfügung stünden. 2009 sei nur ein Fünftel der Fördermittel abgerufen worden.
Die Vergabeverfahren seien deutlich zu bürokratisch und zu aufwendig und fielen zudem von Bundesland zu Bundesland völlig unterschiedlich aus. Das mache die Antragstellung für Unternehmen und Kommunen äußerst schwierig. Bei der Fördermittelvergabe müssten auch Satelliten- und Funklösungen ermöglicht werden. Bis zu 4 Mbit/s bringe ein Satelliten-Anschluss heute schon ins Haus. Lediglich in Baden-Württemberg gebe es aber derzeit Überlegungen, Satellitenangebote mit in die Förderung einzubeziehen.
Auch die Nutzung von Funk könnte die Internet-Nutzerzahlen vor allem auf dem Land in die Höhe treiben. Dagegen müsse selbst unter optimierten Glasfaser-Investitionsbedingungen mit einer Übergangs- und Aufbauphase von rund zehn bis 15 Jahren gerechnet werden. Funk und Satellit seien daher unverzichtbar, so der Verband.
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Autor(en)/Author(s): (fm)
Quelle/Source: Heise online, 13.02.2010
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