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"Keinerlei Nutzen für Ärzte und Patienten"

Mit einem einstimmigen Beschluss hat am vergangenen Wochenende die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in Frankfurt ein politisches Zeichen gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gesetzt. Die Mitglieder der Vertreterversammlung beschlossen, einen bestehenden Gesellschaftervertrag mit der "Arbeitsgemeinschaft Telematik" unverzüglich zu kündigen. Die AG war ins Leben gerufen worden, um alle notwendigen Voraussetzungen zur Einführung der Gesundheitskarte zu treffen.

Der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Frank Dastych: "Die hessischen Ärzte und Psychotherapeuten sind nicht länger bereit, finanzielle Mittel für ein Projekt aufzubringen, das keinerlei Nutzen für Ärzte und Patienten hat. Im Gegenteil: Ärzte und Psychotherapeuten sollen die Kosten eines Projektes tragen, das dem Arzt-Patientenverhältnis schadet und die Vertragsärzte und Psychotherapeuten in ganz Deutschland 1,4 Milliarden Euro kosten würde. Wenn Politik und Krankenkassen den gläsernen Patienten wollen, sollen sie auch die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung stellen."

Erst in der vergangenen Woche hatte der Chaos Computer Club über eine interne Kosten-Nutzen-Analyse berichtet, die ausweist, dass Ärzte und Psychotherapeuten durch Einführung der E-Card nach jetzigem Stand hohe Kosten, aber keinerlei Nutzen hätten.

Autor(en)/Author(s): (as)

Quelle/Source: de.internet.com, 04.12.2006

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