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Donnerstag, 30.05.2024
eGovernment Forschung seit 2001 | eGovernment Research since 2001
Während man sich in Österreich mit milliardenschweren Klagen herumplagt und auf E-Card der Gesundheitsversicherung warten muss, hat Slowenien schon seit 1999 sein „kluges Kärtchen“ im Gebrauch. Das Projekt wurde in Slowenien schon 1995 initiiert. Bis 1998 wurden Analysen, die Gestaltung des Kartensystems und Vorbereitungen für das Pilotprojekt getroffen. Dann ging man in die Testphase und im Oktober 1999 wurde das Projekt schließlich freigestellt. Seit 2000 ist das „kluge Kärtchen“ das einzige gültige Dokument für die Gesundheitsversicherung von 2 Mio. Slowenen. Das System bekam noch im gleichen Jahr den Sesame Preis als beste realisierte Lösung im Bereich der Gesundheitsvorsorge.

Mikrochip vom Smart Card ermöglicht mit passenden Zutrittsschlüssel den Zugang zum jeweiligen relevanten Datensektor und der Gebrauch des Kärtchens wird durch PIN geschützt. Die Struktur ist offen und erweiterbar. Das kluge Kärtchen ist sogar imstande Minderheitensprachen wie Tschechisch, Ungarisch, Deutsch und Italienisch zu sprechen.

Die Vorteile sind mehrfach und für alle Seiten. Die Versicherten sind unabhängig und selbständig im Bestätigen der administrativen Angaben. Der administrative Aufwand wurde für das Gesundheitswesen (Arzt, Spitalwesen, Versicherungsträger, Arbeitgeber) wesentlich geringer. „Kluges Kärtchen“ ermöglicht im Versicherungsbereich genaue und qualitätsvolle Datenanalysen, die zu einem rechtzeitigen und adäquaten Agieren in der Budgetverwaltung führen. Die Transparenz der finanziellen Verpflichtungen zwischen den verschiedenen Partnern im Gesundheitswesen wird dadurch erhöht – bei gleichzeitigem Ausbau der Serviceleistungen.

Für die Umsetzung neben den staatlichen Institutionen im Bereich Gesundheitssorge sind folgende Unternehmen und Institute tätig gewesen: Gemplus , Cetis, Metra Inziniring, Institut Jozef Stefan, Siemens, NIL, Telekom Slowenien, Studio Zodiak , Pristop und Noema Cooperating.

Und übrigens, auf Slowenisch „pamentna kartica“.

Quelle: ECAustria, 20.11.2003

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