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Der niederländische Rechnungshof sieht nur wenig Einsparmöglichkeiten durch die Nutzung freier Software. Dies widerspricht einer Studie des Innenministeriums.

Die Einsparmöglichkeiten durch den Einsatz von freier Software seien nur sehr gering, zu diesem Ergebnis kommt der niederländische Rechnungshof und gelangt damit zu einer deutlich anderen Einschätzung als eine Studie des Innenministeriums. Die niederländische Regierung gibt insgesamt 2,1 Milliarden Euro im Jahr für Informations- und Kommunikationstechnik aus. Davon entfielen lediglich 170 Millionen Euro auf Wartungskosten und 88 Millionen Euro auf Lizenzkosten, für die es freie Alternativen gebe - so die Studie des Rechnungshofes. Dem gegenüber stehen Einsparungen von bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr, die in dem Bericht des Innenministeriums erwogen wurden.

er Rechnungshof kommt zu dem Schluss, dass der Umstieg auf offene Technologien zwar Vorteile bringe, aber auch Risiken berge. Deshalb wird dem Parlament und der Regierung empfohlen, beim Einsatz von Open-Source-Software die Erwartungen zu senken. Auch sollen Entscheidungen nicht nur im Hinblick auf Einsparungen getroffen werden.

Der niederländische Grünen-Abgeordnete Arjan El Fassed kritisierte gegenüber der News-Seite Webwereld den Bericht des Rechnungshofes scharf. So würden nur die Kosten der Zentralregierung betrachtet, jedoch nicht die der gesamten Verwaltung. Es könne also wesentlich mehr eingespart werden. Ebenso seien nur Desktopsysteme vom Rechnungshof berücksichtigt worden. Weiter argumentiert er, wenn auch nur ein Bruchteil dessen, was das Innenministerium berechnet habe, eingespart werden könnte, solle dies auch zum Wohl der Allgemeinheit geschehen.

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Autor(en)/Author(s): [von Sebastian Grüner] (sg)

Quelle/Source: Golem, 17.03.2011

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