Die Verbindung mit dem globalen Internet-Backbone erfolgt in rund 20 afrikanischen Staaten ausschließlich über Satelliten. Dadurch steht nur eine begrenzte Bandbreite zur Verfügung und der Preis ist vergleichsweise hoch. Das neue Kabel soll einen schnelleren und billigeren Zugang zum Internet ermöglichen. Die Regierung Kenias verspricht sich daraus wirtschaftliche Vorteile.
Im September vergangenen Jahres wurde von staatlichen Stellen Kenias bereits ein Unternehmen gegründet, das mit 100 Millionen Dollar finanziert wurde. Die Firma führt nun Kooperationsgespräche mit Seacom, dem weitere 300 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. Durch die Zusammenarbeit würde der Bau einer leistungsfähigeren Verbindung möglich und das nötige Investitionsvolumen der beteiligten Parteien reduziert. Wie die Zeitung aus informierten Kreisen berichtet, muss ein gemeinsames Vorgehen jedoch von den zuständigen Ministerien genehmigt werden.
Seacom wird von Sithe Global-Managern betrieben. Der Kraftwerksbetreiber befindet sich zu 80 Prozent im Besitz der Blackstone Group. An dem Unterseekabel-Projekt sind außerdem vier Investmentfirmen aus Kenia, Südafrika und Europa beteiligt. Der Backbone ist voraussichtlich im ersten Quartal 2009 fertig gestellt. Mitte 2008 soll ein erstes Kabel nutzbar sein, dessen Bau von der Regierung bereits begonnen wurde.
Vier andere Firmen arbeiten schon seit längerem an der Anbindung Ostafrikas an den globalen Backbone, machten aber nur geringe Fortschritte. Auch Südafrika will seine Anbindung durch ein Unterseekabel an der Westküste des Kontinents deutlich ausbauen. Dadurch soll die Übertragung von hoch auflösenden Fernsehbildern von der Fußballweltmeisterschaft 2010 möglich sein.
Autor(en)/Author(s): (ck)
Quelle/Source: de.internet.com, 09.07.2007
