Die Erfolge aus dem Aktionsfahrplan können sich sehen lassen. Den Kunden der Verwaltung steht ein einfacher und sicherer Zugang zur Verfügung (www.service.hamburg.de), der zu einer spürbaren Service-Verbesserung führt. Beispiele sind:
- Die Anmeldung von Hunden über das im Internet neu eingerichtete Hundesregister hat sich seit seiner Einführung zum 1. April dieses Jahres sehr erfolgreich entwickelt. Die Bürger haben bis zum 31. Juli 3.072 Mal von dieser neuen Möglichkeit Gebrauch gemacht – das sind 73 Prozent aller Anmeldungen zum Hunderegister in diesem Zeitraum. Die restlichen Anmeldungen erfolgten auf klassischem Weg über die Kundenzentren und Verbraucherschutzämter.
- die Melde- und Handelsregisterauskunft
- der Zuständigkeitsfinder lässt Verwaltungskunden die zuständige Hamburger Dienststelle finden und informiert über die benötigten Unterlagen
- der gezielte Abruf von Geo-Daten und -Karten
- in der Online-Wache der Hamburger Polizei können Strafanzeigen erstattet werden
- die bequeme Recherche von Bürgerschaftsdrucksachen.
Ausgebaut wird auch der telefonische HamburgService, das Call-Center der Stadt. Künftig erhält man unter (040) 4 28 28 0 oder (040) HAMBURG verlässlich, schnell und kompetent Auskünfte und Ansprechpartner aus allen Behörden, nicht nur – wie zurzeit schon – aus den Bezirksverwaltungen.
Senator Dr. Wolfgang Peiner: „E-Government hat sich zu einem wichtigen Standortfaktor entwickelt. Eine Wachsende Stadt und Metropole wie Hamburg braucht eine moderne Verwaltung. Aus diesem Grund setzen wir auf ein serviceorientiertes E-Government und den aktiven Dialog mit der Wirtschaft. Damit schafft die Stadt attraktive Online-Angebote, die der Nachfrage von Bürgern und Wirtschaft gerecht werden.“
Eckpunkte der E-Government-Strategie des Senats sind:
- E-Government als Standortfaktor:
E-Government ist ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Städte und Regionen. Hamburg hat den Dialog mit der Wirtschaft in diesem Bereich intensiviert. Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg werden Prozesse zwischen den Branchen, Verbänden und Fachbehörden koordiniert. Im Fokus steht, Verwaltungsprozesse schnell und unbürokratisch abzuwickeln. Dies bedeutet, Verfahren gemeinsam und zielgruppenorientiert zu entwickeln bzw. zu optimieren, um so einen hohen Nutzungsgrad und damit Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Letztendlich fördert gutes E-Government Firmenansiedlungen und schafft so Arbeitsplätze. - E-Government unterstützt die Verwaltungsreform:
Verwaltungsmodernisierung und E-Government sind als ein gemeinsamer strategischer Ansatz zu verstehen. Mit einer intelligenten Unterstützung von Verwaltungsstrukturen und -prozessen durch E-Government-Komponenten können Zeit und Kosten gespart und Doppelarbeit vermieden werden. Eine geeignete IT-Unterstützung verbessert die Kundenfreundlichkeit bei Verwaltungsverfahren „aus einer Hand“. - Kooperation mit Schleswig-Holstein, in der Metropolregion und in Deutschland:
Hamburg und Schleswig-Holstein haben bereits zahlreiche Infrastruktur-Projekte entwickelt und gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleister Dataport realisiert. Innerhalb der Metropolregion Hamburg werden mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen gemeinsame Prozesse initiiert. Ziel ist es, einen „verwaltungsgrenzenlosen“ Wirtschaftsraum Metropolregion Hamburg zu schaffen. Gemeinsames E-Government bietet die Chance für eine bessere, wirtschaftlichere und kundenfreundlichere Verwaltung. Bürger, Wirtschaft und Verwaltung profitieren davon gleichermaßen. Darüberhinaus ist Hamburg im Rahmen von „Deutschland-Online“ an zahlreichen überregionalen Kooperationsprojekten beteiligt. - Bürgerbeteiligung im Internet:
Hamburg misst dem Thema „Bürgerbeteiligung im Internet“ seit Jahren einen hohen Stellenwert bei und hat sich damit in Deutschland eine Vorreiterposition erarbeitet. Mit den Diskursen zum Leitbild „Metropole Hamburg - Wachsende Stadt“, der Online-Diskussion „Familienfreundlicher Wohnort Hamburg“ und zur „Haushaltsplanung“ hat Hamburg die höchsten Teilnehmerzahlen bei Online-Diskussionen zu einem politischen Thema in Deutschland erreicht. Hamburg setzt auf ein ganzheitliches Beteiligungskonzept, das von Anfang an auch die Verwertung der Ergebnisse im politischen Raum im Blick hat. So mündeten z.B. Bürgerideen aus der Internetdiskussion zur „Wachsenden Stadt“ im Frühjahr 2006 in einen Senatsbeschluss zur Pilotierung von „Schwimmenden Häusern“.
Autor(en)/Author(s): Sebastian Panknin
Quelle/Source: Finanzbehörde Hamburg, 17.08.2006
