Regierung und Verwaltung werden zunehmend in den Cyberspace verlegt.
Im EU-Vergleich ist Österreich mit seiner e-Government Initiative Spitzenreiter. 87 Prozent des öffentlichen Serviceangebots sind in Österreich bereits online zugänglich, so eine 2005 veröffentlichte Studie der IT-Beratungsfirma Capgemini, die im Auftrag der Europäischen Kommission erfolgte. Laut Studie hat nur Schweden ein noch größeres Onlineangebot. In den neuen EU-Staaten sind im Durchschnitt nur 53 Prozent der Serviceleistungen elektronisch verfügbar. Osteuropa will nun nachziehen und erhöht damit die Nachfrage nach österreichischen IT-Experten, die bereits Erfahrung im e-Government gesammelt haben.
Dass die neuen EU-Staaten mit e-Government bisher nur wenig Erfahrungen haben, erleichtert die Arbeit für die österreichischen Firmen: Es gibt keine "Altlasten". Zudem handelt es sich bei den Aufträgen aus den östlichen Nachbarländern meist um umfangreiche Projektaufträge mit Gesamtlösungen, was die Vergabe für die österreichischen IT-Firmen besonders interessant macht. Ähnlich dem e-Commerce vereinfacht e-Government nicht nur die Geschäfts-, Verwaltungs- und Rechtsbeziehungen, sondern wirkt auch als Technologieschub und Ansporn, um Abläufe zu überdenken und neu zu gestalten. Zudem birgt der papierlose Austausch von Akten ein enormes Einsparungspotenzial.
Autor: Verena Töpper
Quelle: Pressetext Deutschland, 18.01.2006
