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Autofahrer sollen nur bei genügend Bandbreite zum Nutzerkreis gehören

Auf Österreichs Autobahnen soll es künftig WLAN geben. Um ein solches Netz, dessen Aufbau vermutlich mehrere Jahre dauern würde, jedoch erst einmal zu testen, hat die ASFINAG, die Betreibergesellschaft des Autobahnnetzes in Österreich, interessierte Firmen zu einem Testaufbau eingeladen. Die Firmen, die einschlägige Erfahrung haben sollte, werden eingeladen, im 2. und 3. Quartal des Jahres unentgeltlich eine Versuchsstrecke im Bereich Klagenfurt-Ost aufzubauen.

"Mit dem Projekt zur Errichtung einer straßenseitigen WLAN-Kommunikationsinfrastruktur für den fließenden Verkehr betreten wir europaweit Neuland", hebt ASFINAG-Vorstandsdirektor Christian Trattner hervor. Funktionale Systemtests sowie umfangreiche Messungen durch den Systemanbieter und die ASFINAG sollen Erkenntnisse über die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Infrastruktur bei Geschwindigkeiten von mindestens 130 km/h liefern. Dabei wird auch eine ungeschränkte VoIP-Funktionalität angestrebt.

Eine besondere Herausforderung ist die relativ geringe Reichweite von WLAN, die Access Points im Abstand von wenigen hundert Metern notwendig macht. Funkverbindungen müssen daher während der Fahrt von einer Funkzelle zur nächsten unterbrechungsfrei übergeben werden. Beim Aufbau des Netzes wir d eine eventuelle Umrüstung auf WiMAX zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigt. Zunächst soll das mobile WLAN-Netz betriebsintern, vor allem für den Straßendienst, genutzt werden. Später will die ASFINAG auch ihren Kunden – den Benutzern der Autobahnen und Schnellstraßen – entsprechende Kommunikationsdienstleistungen anbieten, wenn die Bandbreite dafür ausreicht. In Österreich wäre das durch einen Aufschlag auf die Maut zu lösen.

Autor: Thorsten Neuhetzki

Quelle: teltarif, 14.04.2006

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