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Freitag, 16.01.2026
Transforming Government since 2001
E-Stipendium als Vorzeigeprojekt für E-Government in Österreich.

Zusammen mit der österreichischen Bundesregierung hat Microsoft ein E-Government-Projekt für digitale Stipendienanträge verwirklicht. "Es ist das erste E-Government-Projekt auf .Net-Basis von Microsoft, das speziell EU-konforme digitale Signaturen beinhaltet", erklärte Microsoft-Chef Steve Ballmer heute, Dienstag, bei der Präsentation des Projekts in Wien. "Das System muss dabei offen sein, um die Kompatibilität mit anderen Anwendungen und Technologien zu gewährleisten." Nach Angaben von Microsoft Österreich soll E-Stipendium auch als Vorlage für ähnliche E-Government- aber auch E-Business-Anwendungen auf der Basis des .Net-Frameworks dienen. Bei der Umsetzung des Projekts arbeitete der Softwarekonzern mit dem IKT-Board (Informations- und Kommunikations-Technik) im Bundesministerium für öffentliche Leistungen und Sport zusammen. "Das IKT-Board sorgte bei diesem Vorzeigeprojekt für eine strategiekonforme Umsetzung", erklärte auch Reinhard Posch, Vorsitzender des IKT-Boards der Bundesregierung. Er setzt bei E-Stipendium auf den Multiplikator-Effekt. Die Studenten sollen die Akzeptanz und Verbreitung von E-Government-Lösungen weiter fördern.

E-Stipendium führt automatisch auf der Basis von XML und anderen offenen Standards im Hintergrund alle benötigten Daten aus den verschiedenen Ministerien wie den Versicherungsnachweis oder die Gehaltsbestätigung der Eltern zusammen. Dabei wird auf unterschiedliche IT-Systeme in den verschiedenen Ministerien zugegriffen. User können auf E-Stipendium mit jeder Browser-Technologie zugreifen, so Ballmer. Die benötigten Smartcard-Reader werden aber vorerst nur auf den Universitäten selbst, zum Beispiel im Rahmen von öffentlichen PC-Stationen, zur Verfügung stehen. Für die Anwendung soll jede Smartcard mit "Bürgerkarten"-Funktion für digitale Signaturen nutzbar sein. Die Universitäten selbst wollen in Zukunft entsprechende Ausweise ausgeben.

Für das erste soll die Anwendung ab dem Studienjahr 2003/04 an der Universität Linz getestet werden. Österreichweit soll E-Stipendium ab 2005 angeboten werden. Die Studenten sollen sich mit der Anwendung mehrere Amtsgänge ersparen können, während die Verwaltung sich durch die Einführung von E-Stipendium eine Arbeitserleichterung erhofft. Microsoft hat für das Programmieren der .Net-Anwendung nach eigenen Angaben zwei Entwickler für 70 Tage abgestellt. Die Kosten für die Entwicklung wurden vom Softwarekonzern getragen. "Wir haben beide etwas gelernt", begründete Ballmer das Engagement seines Unternehmen im E-Government-Projekt.

Quelle: Pressetext Deutschland

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