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Sonntag, 5.04.2026
Transforming Government since 2001
Der Internetauftritt des Kantons St. Gallen trifft derzeit die Interessen seiner Bürgerinnen und Bürger am besten. Viele Kantone aber haben die digitale Kommunikation noch nicht im Griff.

Die Kantone geben gemäss Schätzungen pro Jahr mindestens 30 Millionen Franken für ihre Internetauftritte aus. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Studie des Berner Instituts für angewandte Argumentenforschung (IFAA) hervor.

Trotzdem hat sich, so die IFAA-Studie, bei den Betreibern von eGovernment eine grosse Ernüchterung breit gemacht. Man habe schmerzlich feststellen müssen, dass die Hundemarke immer noch persönlich abgeholt werde und dass der Kontakt mit der Gerichtskasse praktisch nie digital erfolge.

Was läuft falsch? «Viele Web-Auftritte werden nach dem Prinzip Hoffnung gestaltet», sagt IFAA-Leiter Dr. Christoph Glauser gegenüber Blick Online. «Mit zum Teil erheblichem Aufwand werden Websites aufgeschaltet, und dann hofft man, dass die Bürger möglichst oft daraufklicken.» Vielfach vergeblich Hoffnung.

Denn immer noch werden die Hausaufgaben nicht gemacht, sprich, es wird keine Marktforschung betrieben. Es hat sich zum Beispiel gezeigt, dass den Bürgern Themen im Bereich der Polizei besonders am Herzen liegen, nach «Hochbauamt» sucht aber praktisch niemand.

Doch es gibt auch Kantone mit guten Websites. An der Spitze der Rangliste: St. Gallen, Baselland, Zürich, Bern und Solothurn.

Am Tabellenende: Schaffhausen, Jura, Neuenburg, Appenzell-Ausserrhoden und Thurgau.

Klicken Sie auf Rangliste der Websites aller Kantone und Sie finden die Position Ihres Kantons.

Generell zeigt sich, dass Themen wie Arbeit, Familie, Steuern, Landwirtschaft besonders häufig auf der Internetseite des Kantons gesucht werden. Kaum Interesse besteht für Umweltschutz, Aktualität, Wälder.

Quelle: Blick online, 08.12.2005

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