Das E-Voting-Projekt an der Universität Zürich Anfang Dezember hat die Wahlbeteiligung bei den Studierendenrats-Wahlen nahezu verdoppelt. Insgesamt gaben 9,2 Prozent der Studierenden ihre Stimmen ab gegenüber fünf Prozent bei der vergangenen Wahl. 93,2 Prozent aller Stimmen wurden per E-Voting abgeben, davon wählten 73,6 Prozent per Internet. 19,6 Prozent der Stimmenden wählten per SMS, teilte das Statistische Amt des Kantons Zürichmit. Die Studierenden der Universität Zürich hatten Anfang Dezember erstmals die Möglichkeit, den Studierendenrat per Internet oder SMS zu wählen. Bei den Wahlen kam ein System von Unisyszum Einsatz, das auf die Schweizer Verhältnisse zugeschnitten wurde. pte berichtete. Anders als bei den Pilotprojekten in Neuenburg und Genf wurde in die Zürcher Wahl auch die SMS-Wahl in das Projekt integriert.
Die E-Voting-Lösung des Kantons Zürich ist sehr vielschichtig. Vor allem die Sicherheit wird groß geschrieben. Jeder Stimmberechtigte bekommt zusätzlich zu seinem Stimmausweis eine eindeutige Pin-Kennung, die er frei rubbeln muss. Hat der Stimmende per Internet oder SMS gewählt, wird der Account automatisch gesperrt.
Der Kanton Zürich hat für den Herbst 2005 eine Pilot-Abstimmung mit eigenen Gemeinden geplant. Schon 2006 soll eine Wahl im ganzen Kanton Zürich möglich sein. Auf die Kosten bezogen, ist das E-Voting für den Kanton eine echte Alternative. Da die Wahl für den Bürger nichts kosten darf, übernimmt der Kanton die SMS-Gebühren. Dabei entfallen auf den Kanton weniger Kosten als bei der Bezahlung des Briefportos.
Autor: Sheila Moser
Quelle: Pressetext Deutschland, 14.12.2004
