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Dienstag, 27.10.2026
Transforming Government since 2001
E-Government macht Fortschritte

Das Internet bietet auch dem Staat neue Möglichkeiten, mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Dabei will Freiburg nicht abseits stehen. Der Staatsrat ist bemüht, ständige Anpassungen vorzunehmen.

Die Fortschritte im E-Government (elektronische Verwaltung) sollen jedoch im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten erzielt werden. Dies betonte Finanzdirektor Claude Lässer am Donnerstag im Grossen Rat, als ein Bericht des Staatsrates zu diesem Thema zur Diskussion stand. Ein Hauptanliegen des Staatsrates ist es, den Zugang zur Verwaltung via Internet zu vereinfachen. Laut Lässer verfügen noch nicht alle Direktionen über eine eigene Website. Auch der Anschluss aller Freiburger Gemeinden ist ein Ziel. Dabei stelle sich das Problem der Vereinheitlichung der Internet-Auftritte. Auch Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes würden thematisiert. «Die Arbeiten werden nie beendet sein», gab er zu bedenken. Deshalb sei es auch nicht möglich, künftige Kosten und Einsparungen zu schätzen.

Lässer antwortete so auf Fragen, die im Verlaufe der Diskussion gestellt wurden. Auf die kostspielige Umsetzung des E-Governments wies dabei SP-Sprecher Martin Tschopp hin.

Schweiz schlecht platziert

CSP-Sprecherin Marie-Thérèse Weber-Gobet ihrerseits zeigte die Situation der Schweiz im internationalen Kontext auf. Wie sie ausführte, liegt die Schweiz im europäischen Vergleich im 20. Rang von 28 Ländern. Und auf der Weltrangliste nimmt sie den 62. Platz ein, mit Ländern wie Thailand oder den Philippinen. Die Tendenz zeige dabei eher nach unten. «Bezüglich E-Government ist die Schweiz ein Entwicklungsland», fügte sie bei.

Nach ihren Worten sollte es möglich sein, dass ein Bürger nur eine Internet-Adresse anklicken muss, um den «guichet virtuel» der Gemeinde, des Kantons und des Bundes abrufen und aktiv benutzen zu können. «Es bleibt noch viel zu tun, packen wir es an», meinte sie. Gemäss FDP-Sprecher Charly Haenni müssen sich auch die Gemeinden anstrengen, um den Bürgern Dienstleistungen via Internet anbieten zu können. Er dachte dabei an Adressänderungen usw.

Autor: az

Quelle: Freiburger Nachrichten, 13.05.2005

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