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Der größte IT-Auftrag Europas soll kommendes Jahr vergeben werden. Bisher haben zwei Konsortien ihre Angebote eingereicht, um die IT des britischen Verteidigungsministeriums für 5,7 Milliarden Euro zu übernehmen. Ende November will das Ministerium entscheiden, mit wem weiter verhandelt wird. Die beiden konkurrierenden Parteien um Europas größten IT-Outsourcingauftrag namens "Defence Information Infrastructre" sind die so genannte Atlas-Gruppe und das Konsortium Radii, wie die britische Zeitung "Financial Times" (FT) berichtete.

Zur Atals-Gruppe gehören demnach die beiden amerikanischen Unternehmen EDS Chart zeigen und General Dynamics Chart zeigen sowie der japanische Konzern Fujitsu Chart zeigen. Zu Radii haben sich die British Telecom Chart zeigen und der französische Elektronikkonzern Thales Chart zeigen zusammengeschlossen.

Nach Aussagen des britischen Verteidigungsministeriums werde bis Februar ein Gewinner der Ausschreibung feststehen. Er bekommt den Zuschlag für den Vertrag mit einem Volumen von 5,7 Milliarden. IT-Auftrag soll eine Laufzeit von 10 Jahren haben, beginnend ab März 2005 und wird etwa 150.000 PC-Arbeitsplätze umfassen sowie 320.000 Nutzer betreffen, die an 2000 Standorten arbeiten.

Das Ministerium erhofft sich, durch die Auslagerung seine IT-Kosten von 858 Millionen Euro um 20 Prozent über die kommenden drei Jahre zu senken. Außerdem sollen etwa 2000 Stellen an den Ausschreibungsgewinner ausgegliedert werden.

Nicht immer scheinen solche Verträge jedoch zum Wohle des Ausschreibungsgewinners zu gereichen. Der amerikanische Mitbewerber EDS hat derzeit mit einem unprofitablen Outsourcing-Vertrag der US-Navy zu kämpfen. Im Jahre 2000 hatte EDS einen 8,8 Milliarden-Dollar-Vertrag mit der Navy unterzeichnet und übernahm deren Computer- und Kommunikationssystem.

Doch das Roll-Out stellte sich als teuerer heraus als geplant. Der Auftrag schlägt sich mittlerweile negativ auf die Kreditwürdigkeit des Elektronikkonzerns nieder. Ratingagenturen stehen kurz davor EDS auf BBB- herunter zu stufen, wie die "FT" berichtete.

"Herkules" wartet auf Neuauflage

Das deutsche Pendant zum britischen "Defence Information Infrastructure" - das 6,5-Milliarden-Euro-Projekt "Herkules" - scheiterte erst Mitte dieses Jahres. Das deutsche Verteidigungsministerium wollte ebenfalls seine IT auslagern, konnte sich jedoch nicht mit dem Konsortium aus CSC Chart zeigen, EADS Chart zeigen und Mobilcom Chart zeigen auf einen Preis einigen. Interessenten wie EDS oder Alcatel Chart zeigen hatten daher erst gar nicht an der Ausschreibung teilgenommen.

Momentan wirde mit dem nachrückenden Konsortium TIS, bestehend aus der Deutschen Telekom Chart zeigen, Siemens Chart zeigen und IBM Chart zeigen, verhandelt. Es wird jedoch damit gerechnet, dass das Projekt noch einmal ganz neu ausgeschrieben wird.

Quelle: Manager Magazin, 08.11.2004

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