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Dienstag, 26.05.2026
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Micropayment nennt sich die Möglichkeit mit dem Mobiltelefon zu zahlen. Das Interesse der britischen Bevölkerung ist groß – allein es fehlt die Umsetzung.

Über 30 Prozent der britischen Mobiltelefon-User wären interessiert ihre Telefone für kleinere Zahlungen zu nutzen. Dazu gehören z.B. Tickets für den öffentlichen Nahverkehr und Automaten. Obwohl die Technologie noch nicht im Vereinigten Königreich verfügbar ist, so eine Studie von TNS, sei doch ein signifikantes Interesse vorhanden. 56 Prozent der Befragten zwischen 16 und 24 Jahren sehen Vorteile in der Nutzung von Mobiltechnologie für kleinere Einkäufe. 32 sind sogar sehr interessiert. Für den Kauf von Parkscheinen mittels Handy konnten sich 49 Prozent der Befragten erwärmen. Für Tickets des öffentlichen Nahverkehrs sprachen sich 46 Prozent aus. Ein Fünftel konnte sich vorstellen Süßes und Snacks aus Automaten mobil zu erwerben. Besonders bei der Altersgruppe der 16 bis 24-Jährigen käme der Service gut an, da es einem Fünftel oft im Alltag an Kleingeld fehle.

Tim Pritchard von TNS erklärt, dass Micropayment besonders in Ländern wie Japan und Korea wachse und mobile Geräte in mobile Brieftaschen verwandle. Neben den genannten Anwendungen sei das mobile Gerät gut für den Check-In am Flughafen, als Membership-Card oder als elektronischer Schlüssel zu verwenden. Das mache die Micropayment-Systeme potenziell attraktiv, obwohl es eben an Infrastruktur fehle. Da das Interesse momentan hoch ist, empfiehlt die Studie den Mobilfunkbetreibern die Möglichkeit beim Schopf zu nehmen und den Konsumenten die Vorteile zu zeigen. Beispiele wie die Oyster Cards, die gut in London aufgenommen worden sind und die nun skaliert werden sollen, geben weiterem Engagement Vorschub. Allerdings müssten sich die Betreiber vorsehen, dass die Oyster Card ihnen nicht den Wettbewerbsvorteil abjagt.

Quelle: Ecin, 09.05.2005

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