Vor allem die Manager der öffentlichen Krankenhäuser geraten zunehmend unter Druck, wirtschaftlicher zu arbeiten. Doch neben den erforderlichen Einsparungen wird auch die Notwendigkeit von Investitionen gesehen: Neun von zehn Großkliniken und drei Viertel der kleineren Regelversorger planen, ihre IT-Strukturen auszubauen. Die Verantwortlichen setzen dabei vor allem auf die elektronische Patientenakte (EPA) sowie E-Procurement. Mit Letzterem wollen die Manager den Einkauf auf Vordermann bringen: Die Technik ermöglicht es, die Beschaffungsprozesse zu optimieren und Produkte gemeinsam mit anderen Kliniken einzukaufen - auf diese Weise lassen sich hohe Mengenrabatte aushandeln.
Dagegen fallen die Investitionen in die medizinische Versorgung wesentlich bescheidener aus. Im Zuge der erforderlichen Sparmaßnahmen planen nur 8,3 Prozent der Führungskräfte höhere Ausgaben für neue Labor- und Medizintechnik. Lediglich jeder dritte Manager will mehr Geld für die ambulante Behandlung ausgeben, die stationäre ist sogar nur jedem zehnten höhere Ausgaben wert. Und auch die Forschung scheinen die Klinikmanager vorerst zurückzustellen: Bis 2006 wollen nur 3,4 Prozent verstärkt in Forschung und Lehre investieren. Wann die Krankenhäuser wieder mehr Geld in die Patientenversorgung investieren, ist unklar.
Autor: (as)
Quelle: de.internet.com, 21.09.2004
