Realisiert werden konnte dies, so Oberbürgermeister Horn, nur durch die fruchtbare Zusammenarbeit mit der FernUniversität. Das Lehrgebiet Praktische Informatik I von Prof. Dr. Gunter Schlageter begleitete das Projekt seit 1998 wissenschaftlich und transferierte Wissen und Erfahrungen aus der Entwicklung "Virtuelle Universität".
Rektor Hoyer unterstrich, dass auch die FernUniversität von dem Projekt profitieren könne: Die Verwaltung einer Hochschule sei der einer Stadtverwaltung durchaus ähnlich - "Wir tun gut daran, auch mal zu schauen: Was machen die anderen?" Weit über die Hälfte der rund 55.000 Studierenden der FernUniversität hat einen Account zu ihrem Lernraum Virtuelle Universität. Wollen sie eigene Daten, Noten etc. per Internet bearbeiten oder einsehen, ginge es für sie genauso wie für die Bürgerinnen und Bürger um Sicherheit und Zugang. Darüber hinaus seien die Authentifizierung der Nutzer sowie die Sicherheit von Dokumenten und personenbezogenen Daten ganz "wichtig für Bezahlen im Netz" und somit ein zentraler Aspekt für E-Commerce. Insofern ist das Virtuelle Rathaus für Prof. Hoyer keine spezifische Hagen-Lösung, sondern auch von anderen öffentlichen Verwaltungen und darüber hinaus einsetzbar. Und bei einer weiteren Verbreitung sei der Preis ein deutliches Qualitätszeichen. Schließlich, so Uwe Manthey als Projektleiter im beteiligten Lehrgebiet, sei neben der Übertragbarkeit auch die Möglichkeit, an die Verhältnisse anderer Städte angepasst zu werden, wichtig für das Refinanzierungsziel.
Das Projekt läuft noch bis März 2003. Die Kosten belaufen sich auf 2,6 Mio Euro, von denen das Land Nordrhein-Westfalen 1,5 Mio Euro übernimmt. Das Konsortium aus Stadt Hagen, FernUniversität und dem beteiligten Unternehmen i-world, Hagen, trägt den Rest.
Weitere Informationen finden Sie im WWW: http://vrhagen.stadt-hagen.de/
Quelle: IDW
