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Donnerstag, 26.02.2026
Transforming Government since 2001
Hätte man vor zwei Jahren öffentlich behauptet, ausgerechnet die Technikeuphorie bremse die Entwicklung, Verständnislosigkeit hätte sich breit gemacht. Die Zeiten ändern sich. Genau dies ist nämlich das Ergebnisse einer Studie, die im Herbst dieses Jahres durchgeführt wurde. Das Software- und Beratungsunternehmen IDS Scheer und das Institut für Wirtschaftsinformatik im Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) behaupten, die vorherrschende Technologieeuphorie verführe dazu, die entscheidende Komponente zur Realisierung des E-Government zu vernachlässigen. Das Ergebnis einer Studie zeige, dass E-Government nur erfolgreich etabliert werden kann, wenn der "Prozessoptimierung" eine zentrale Rolle zukommt.

Sowohl die E-Government-Initiative der Bundesregierung, Bund Online 2005, als auch die jeweiligen Aktivitäten aller 16 Bundesländer seien analysiert worden. Der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien stelle weiterhin einen der wichtigsten Faktoren für Behörden aller Ebenen dar, wenn es darum geht, zur serviceorientierten Dienstleistungsverwaltung zu werden.

Aber es fehle ein zentrales Bindeglied zwischen Strategie und Umsetzung. Geschäftsprozessmanagement sei gerade deshalb wichtig, weil viele Behörden beim Internet-Einsatz den Übergang von der reinen Information und Kommunikation zu einer umfassenden Einbindung der Bürger/innen und Partner/innen in die Verwaltungsprozesse schaffen wollen.

Noch zeige sich ein recht heterogenes Bild, wenn es darum geht, Geschäftsprozessmanagement in E-Government-Strategien einzubeziehen, so das Unternehmen IDS Scheer in einer Pressemitteilung. Dennoch herrsche Einigkeit in der Einschätzung, dass ein langfristiger Erfolg der E-Government-Initiativen nur durch eine signifikante Verbesserung der Verwaltungsprozesse möglich sei.

Quelle: Womenticker

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