In Canberra ist am Mittwoch eine eigene Behörde zur Bekämpfung von Hightech-Kriminalität ins Leben gerufen worden. Das Australian High Tech Crime Centre [AHTCC] soll künftig alle Computer-Straftaten wie das Eindringen in fremde Netzwerke oder auch "traditionelle" Straftaten, die mit den neuen Technologien unterstützt werden, bekämpfen. So soll die Behörde etwa auch den Drogen-Handel via Internet ins Visier nehmen.
Das AHTCC soll einen koordinierten Ansatz darstellen, um Hightech-Kriminalität ernsthaft, umfassend und auf mehreren rechtlichen Ebenen zu bekämpfen, berichtet AustralianIT.
In der neuen Behörde werden Kräfte aus den einzelnen Bundesstaaten und der australischen Bundespolizei zusammengezogen.
"Keine James-Bond-Fiktion"
"Hightech-Crime ist nicht länger eine Fiktion aus James-Bond-Filmen, sondern ist Realität und existiert in allen Gesellschaften", so Mal Hyde, der künftige Vorsitzende des Zentrums.
Das AHTCC werde "unsere Fähigkeiten signifikant verbessern, Trends in der IT-Kriminalität zu erkennen und entsprechend zu reagieren", erklärte Hyde.
Wiener Internet-Polizei
Bereits seit zwei Jahren kämpft in Wien eine eigene Polizeieinheit gegen E-Mail- und SMS-Spammer, Auktionsbetrüger, Erpresser und andere Cyberkriminelle. Die "Internet Service-Stelle" [ISS] wird nicht selbstständig, sondern nur nach Anzeige einer Straftat bei einer Polizeidienststelle aktiv und übernimmt dann die Ermittlungen.
Die Arbeit der Wiener Internet-Polizei
Quelle: futureZone
