- Details
-
Veröffentlicht: 30. November -0001
RFID ist durch fehlende Standardisierung weiter ein Frustfaktor. Nur der kreative Umgang auf Seiten der Händler, Hersteller und Berater kann die Technologie auch kostengünstig in die Unternehmen bringen. Wal-Mart hat RFID zwar erfolgreich eingeführt, aber viele andere Anbieter können das Modell nicht einfach übernehmen und sind deshalb frustriert beim Versuch es anzuwenden. Es gebe keinen Standardansatz um RFID in ein Unternehmen zu integrieren, sagt Sara Shah von
ABI Research, die eine Studie zum Thema herausgegeben haben. Viele RFID-Hersteller in den meisten Fällen noch ganz neue Firmen verständen nichts vom Handel. Umgekehrt seien auch die Händler nicht genug unterrichtet, wie RFID ihrem Unternehmen nützen könne. Deshalb sei man auch schnell frustriert. Zwar sei das Wal-Mart Modell Vorbild und Vorreiter, aber nicht auf andere Unternehmen übertragbar, da jedes Unternehmen anders funktioniere, genauso wie die Versorgungskette dazu.
Außerdem gehörten die Beraterfirmen der RFID-Willigen - in den meisten Fällen die sechs Größten - nicht zu denjenigen, die neue Technologien gleich frühzeitig akzeptieren, sondern eher warten, bis diese reifer sind. Neben dem Supply-Chain-Management wisse niemand, welche Anwendungsgebiete RFID noch habe. Shah schlägt deshalb vor kleinere Beraterfirmen in Betracht zu ziehen, um mit ihnen Wege zu finden RFID kreativ einzusetzen. Das sei ohnehin der einzige Weg, da RFID ja nicht standardisiert einsetzbar sei. Leider, so Shah weiter, fehlten den kleinen Beratern die Ressourcen zum Umsetzen systemweiter Rollouts für große Kunden. Eine Lösung wäre mehr Wissen auf Seiten der RFID-Verkäufer über den Handel in Erfahrung zu bringen, um auf einzelne Probleme eingehen zu können und nicht One-Size-Fits-Its-All-Produkte zu schaffen.
Quelle: Ecin, 22.03.2005