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Veröffentlicht: 30. November -0001
Die rot-grüne Mehrheit hat gestern im Münchner Stadtrat gegen die Stimmen der CSU-Stadtratsfraktion eine Richtungsentscheidung zugunsten einer Open-Source-Lösung für die IT-Landschaft der Stadt getroffen. Die CSU hat die Entscheidung am gestrigen Abend als eine "Reise ins Ungewisse" bezeichnet. Für ein solches "unausgegorenes und riskantes Software-Abenteuer gäbe es keine Unterstützung. "Die voreilige Entscheidung (sei) zu Lasten des Münchner Haushalts" getroffen worden, gab ein Sprecher der Fraktion bekannt. Erfolgt sei dies gegen den ausdrücklichen Rat der CSU, die die "Entscheidung wieder in einem nachvollziehbaren transparenten Verfahren" treffen wollte. "Diese heutige Entscheidung trifft auf wenig Benutzer-Akzeptanz in den großen städtischen Referaten. Selbst die SPD musste zugeben, dass komplizierte und teure EDV-Anwendungsprogramme wie das im Sozialreferat verwendete Programm PROSOZ in nächster Zeit vollkommen neu entwickelt werden muss," so der Sprecher weiter.
Neben dem neuen kommunalen Rechnungswesen, der Verwaltungsreform mit dem neuen Steuerungsmodell und drastischer Personalreduktionen in den Referaten eine Softwaremigration diesen gewaltigen Umfangs durchzuführen, werde die Referate an den Rand der Handlungsunfähigkeit führen. Die Bedenken der IT-Beauftragten der großen Referate (Sozialreferat, Kreisverwaltungsreferat, Baureferat) seien aber einfach vom Tisch gewischt worden.
Die gestern eingeschlagene Vorgehensweise sei besonders grotesk, da eine weitere "Verhandlungsrunde" mit Microsoft vermutlich die mit Abstand wirtschaftlichste und rationellste Lösung gewesen wäre.
Quelle: de.internet.com