Bereits Ende Mai hatte Gallmann (»Linux die Business-Entscheidung für die Zukunft«) einen fairen Wettbewerb gefordert. Gleichzeitig hatte Microsoft ein nochmals verbessertes Angebot vorgelegt. Wie die Grüne Stadtratsfraktion mitteilte, sollte das Angebot nochmals um sieben Millionen Euro unter dem letzten liegen.
Die Entscheidung für Linux in München ist nach Meinung vieler Beobachter eine strategische Entscheidung mit enormer Signalwirkung. Ende Mai hatte der Stadtrat mit der Mehrheit von Rot-Grün entschieden, die bestehenden Windows-Lizenzen nicht zu erneuern, sondern Linux zu nutzen. Die endgültige Vergabe des Auftrags soll allerdings erst im nächsten Jahr erfolgen. Bleibt die Stadt bei ihren Plänen, würde es sich um die größte Linux-Installation handeln, die es bislang in Europa gegeben hat. Medienberichten zufolge belaufen sich die gesamten Kosten der Umstellung auf rund 30 Millionen Euro.
Zunehmend scheint München für Microsoft ein schwieriges Pflaster zu werden. Wie die Bayerische Vermessungsverwaltung gestern bekannt gab, arbeiten alle 79 Vermessungsämter der bayerischen Vermessungsverwaltung nun mit dem Betriebssystem Linux. Ausschlaggebend für die Entscheidung, für die 3.000 Arbeitsplätze in der Vermessungsverwaltung auf Linux umzusteigen, waren nach den Worten des Finanzministers Kurt Faltlhauser nicht allein finanzielle Aspekte, sondern auch Sicherheitsmotive. »Damit ist die Vermessungsverwaltung die erste Staatsverwaltung in Deutschland, die sich für ihre Vermessungsämter vollständig für den Aufbau einer Linux-basierten IT-Infrastruktur entschieden hat«, so Faltlhauser.
Quelle: Pro-Linux
