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Sonntag, 5.04.2026
Transforming Government since 2001
Vielfalt in der Software-Landschaft - das ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, wenn es um die IT-Strategie der Verwaltung geht. Auf dem LinuxTag am 10. Juli 2003 wurde in diesem Zusammenhang durch Staatssekretär Dr. Göttrik Wewer ein entscheidendes Dokument des BMI veröffentlicht: der "Leitfaden für die Migration der Basissoftwarekomponenten auf Server- und Arbeitsplatz-Systemen". Ziel des Migrationsleitfadens ist es, sowohl strategische als auch detailliert technische Entscheidungshilfe zur Weiterentwicklung von Behörden-Systemen zu geben. Im Fokus des Leitfadens steht keine einseitige Migrationsempfehlung. Vielmehr werden behördenspezifische Szenarien erstellt und Migrations-Alternativen diskutiert. Um zwischen der Ablösung von Microsoft-Produkten durch Open Source Software (OSS) und einer Umstellung auf nachfolgende Generationen von Microsoft-Produkten zu differenzieren, wird innerhalb des Leitfadens mit den Begriffen der ablösenden und einer fortführenden Migration gearbeitet.

Das umfangreiche Werk richtet sich vor allem an zwei Zielgruppen. Zum einen sind IT-Entscheider angesprochen, die für die Planung und Umsetzung der IT-Strategien innerhalb von Behörden verantwortlich sind. Aufgrund der detaillierten technischen Betrachtungen innerhalb des Dokument erhalten zum anderen IT-Verantwortliche fundierte Informationen für Ihre Arbeit. Erfahrungen aus Migrationsprojekten wurden für den Leitfaden ausgewertet. In der Einbindung von Expertenmeinungen zeigt sich weiterhin der umfassende Praxisbezug des Leitfadens.

Das Migrationsleitfaden besteht im Wesentlichen aus folgenden Bereichen:

  • Kapitel 1 beschreibt das Ziele des Leitfadens und gibt Navigationshilfe bezüglich der für die Leser relevanten Inhalte.
  • Kapitel 2 beschäftigt sich der IT-Software im Hinblick auf die Migrationsplanung und gibt einen Überblick über die Basis-Architektur der Microsoft-Software sowie der Open Standards/OSS
  • Kapitel 3-4 setzt sich mit einer potenziellen Migration oder einer Neueinführung der Systeme und Infrastrukturen auseinander. Dabei werden die Einsatzbereiche der Software sowohl einer technischen also auch einer betriebswirtschaftlichen Betrachtung unterzogen.
  • Kapitel 5 formuliert Migrationsempfehlungen zu unterschiedlichen Behördenstrukturen als zusammenfassendes Ergebnis der technischen und wirtschaftlichen Betrachtungen.
Der Migrationsleitfaden macht deutlich, dass es keinen einheitlichen Weg für die Migration gibt. Ob vollständige, ob Teil-Migration, ob sanftes oder schnelles Vorgehen: die Entscheidung für die Art der Migration liegt letztendlich bei den Verantwortlichen in Behörden. Für den zentralen Erfahrungsaustausch und für Kommentare und Anregungen zum Leitfaden wurde aus diesem Grund ein Fachforum auf den Seiten der Koordinierungs-und Beratungsstelle der Bundesregeirung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt) eingerichtet. Alle Interessierten sind eingeladen, sich dort aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Weitere Informationen:

Quelle: Bund.de

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