Nach Aussagen des Ministeriums für Information und Kommunikation von Südkorea würden rund 20 Prozent der Desktop-Software sowie etwa 30 Prozent der Server-Software bis in vier Jahren durch Open-Source-Produkte ausgetauscht werden. Vorausgesetzt, der Wechsel ist erfolgreich, erhofft sich die südkoreanische Regierung eine Kosteneinsparung von ungefähr 300 Millionen Dollar pro Jahr. Ausserdem erwarte man, die Sicherheit der nationalen IT-Systeme zu erhöhen.
Industriebeobachter äußerten sich ob der Pläne der Regierung aber skeptisch. Südkorea verfüge nicht über genügend Software-Entwickler, um die Wartung zweier Plattformen - Windows und Linux - zu unterstützen. Microsoft Korea wies derweil darauf hin, dass die Nutzung offener Software nur auf den ersten Blick kostengünstiger erscheine. Mittel- und langfristig hingegen und bei Einrechnung sowohl der Unterhaltungs- wie auch der Verwaltungskosten sei eine Microsoft-basierte Software-Plattform billiger.
Quelle: Computerwoche
