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Das Berliner Unternehmen IVU Traffic Technologies AG wird die IT-Systeme zur Erfassung der Ergebnisse der kommenden Europawahl liefern. Dafür haben heute der Vorstandsvorsitzende Ernst Denert und Francesca Ratti, die zuständige Generaldirektorin des Europäischen Parlaments, einen Vertrag unterzeichnet. Außerdem soll die IVU das offizielle Internetportal für die Präsentation der Europawahl entwickeln. Auf dem Web-Portal sollen vor der Wahl alle wichtigen Informationen in den dann 25 EU-Mitgliedsländern in bis zu 21 Sprachen verfügbar sein. Bei der Europawahl, die am 13. Juni stattfindet, soll das gleiche System eingesetzt werden, das IVU mit dem Statistischen Bundesamt für die Bundestagswahl 2002 entwickelt hatte. Am Wahlabend sollen die Ergebnisse aus den Ländern dezentral erfasst, automatisch zusammengeführt, ausgewertet und die Ergebnisse präsentiert werden. Dabei ist die IVU verantwortlich für die Entwicklung, Installation und den ausfallsicheren Betrieb des Systems. Dieses wurde zur Bundestagswahl 2002 mit Open-Source-Produkten wie Tomcat und JBoss realisiert. Das System basiert auf einer Drei-Schichten-Architektur, Java-Technik (Enterprise Java Beans) und dem Datenbanksystem MySQL. Für die Datenerfassung und Ergebnispräsentation sowie zum Datenimport und zur Druckaufbereitung werden Web-Clients eingesetzt.

Der Bundeswahlleiter will das System ebenfalls zur Europawahl einsetzen und erteilte der IVU bereits im November vergangenen Jahres den Auftrag. Im Saarland sollen für die gleichzeitig stattfindenden Landtagswahlen 60 Saarbrückener Wahllokale von der IVU miteinander vernetzt werden. Das dortige Wahlsystem bekommt Schnittstellen zu elektronischen Wahlgeräten. Das saarländische Innenministerium plant laut IVU in einem Pilotversuch die Anbindung von etwa vierzig Wahlgeräten.

Quelle: Heise online, 25.02.2004

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