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Donnerstag, 15.01.2026
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Vergabeinformationssystem (VIS) vereinfacht die Prozesse bei der Vergabe öffentlicher Planungs- und Bauvorhaben

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat im Rahmen des Projekts "Kommune Online 2004" ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Am 1. September wurde in Berlin das neue Vergabeinformationssystem (VIS) für über 13.000 Kommunen freigeschaltet. Unter der zentralen Internet-Adresse www.dstgb-vis.de können sich Städte und Gemeinden umfassend über alle neuen Entwicklungen im Bereich der Elektronischen Vergabe informieren. Wichtigster Bestandteil des neuen Internet-Portals ist eine Datenbankanwendung, mit der die kommunalen Bauverwaltungen ihre gesamten Vergabeunterlagen direkt im Internet veröffentlichen können. Ziel ist es, die Nutzung der elektronischen Kommunikation zwischen Städten und Gemeinden und dem örtlichen Baugewerbe zu verbessern und die Nutzung des elektronischen Vergabeverfahrens in Deutschland weiter voranzutreiben. Realisierungspartner für die Gestaltung des neuen Internet-Angebots und die integrierte Datenbanklösung ist die handwerk.de/ AG in Berlin.

"Mit diesem Projekt", so Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des DStGB, "setzen wir ein deutliches Zeichen für die Weiterentwicklung der elektronischen Vergabe und die Digitalisierung öffentlicher Verwaltungsprozesse. Insbesondere sollen die örtliche und regionale Wirtschaft gestärkt und die Prozesse in der Verwaltung beschleunigt werden."

Mit der vom DStGB angebotenen Technologie werden alle Prozesse der digitalen Auftragsvermittlung abgebildet - von der Ankündigung eines Bauvorhabens bis hin zur rechtskonformen Angebotsabgabe nach VOB/Teil A und dem digitalen Austausch der Vergabeunterlagen. Hauptvorteil des internetbasierten Vergabesystems ist die deutliche Senkung der Akquisitions- und Verfahrenskosten für alle Beteiligten und die Vereinfachung des gesamten Ausschreibungsverfahrens.

Öffentliche Bauvorhaben, die über die zentrale Adresse www.dstgb-vis.de bekannt gemacht werden, können über ein bundesweites eVergabe-Netzwerk, das unter anderem durch die Handwerkskammern und die Zentralfachverbände des Handwerks getragen wird, direkt eingesehen werden. Hintergrund ist die im Mai 2003 beschlossene Zusammenarbeit mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dessen Mitgliedsverbände rund 480.000 Bau- und Ausbaubetriebe repräsentieren. Diese können in der Datenbank recherchieren und sich über alle Details geplanter Bauvorhaben informieren. Anschließend können sie sich auf dem Postweg oder online um den Zuschlag bewerben. Schon heute bietet die Datenbank ständig über 90.000 Ausschreibungen, darunter rund 3.600 Bekanntmachungen der öffentlichen Hand.

Quelle: Deutscher Städte- und Gemeindebund

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