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Akteur |
Ein Akteur ist unmittelbar an dem Ablauf eines Geschäftsprozesses beteiligt (z.B. Person, Gruppe von Personen oder Organisation). Als Handelnde in Rollen starten Akteure den Prozess und führen wesentliche Arbeitsschritte aus. |
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Begleitender Prozess |
Je nach Detailierungsgrad lassen sich die Unterstützungsprozesse (siehe Unterstützende Prozesse) in vorgelagerte, begleitende und nachgelagerte Prozesse unterteilen.
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Eigene Definition - IfG.CC |
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Bürokratiekosten |
„Bürokratiekosten […] sind solche, die natürlichen oder juristischen Personen durch Informationspflichten entstehen. Informationspflichten sind aufgrund von Gesetz, Rechtsverordnung, Satzung oder Verwaltungsvorschrift bestehende Verpflichtungen, Daten und sonstige Informationen für Behörden oder Dritte zu beschaffen, verfügbar zu halten oder zu übermitteln. Andere durch Gesetz, Rechtsverordnung, Satzung oder Verwaltungsvorschrift entstehende Kosten sind nicht umfasst.“ (Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates, § 2 Abs. 2.) |
URL: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/nkrg/gesamt.pdf |
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Bürokratiekostenmessung |
Das in mehreren europäischen Ländern bewährte Standardkosten-Modell (SKM) ist eine Methode zur Messung von Bürokratiekosten, welche sich für Unternehmen und Bürger daraus ergeben, dass sie gesetzliche Informationspflichten zu erfüllen haben. Die Transparenz über verursachte Bürokratiekosten dient der politischen Ebene als Ansatzpunkt, wie und an welcher Stelle diese Kosten reduziert werden können. Das Regierungsprogramm „Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung“ (April 2006) zielt jedoch ebenfalls auf eine Senkung der Bürokratiekosten für Bürger und Verwaltung. Ausgangspunkt der Erhebung sind Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften. Diese werden hinsichtlich der enthaltenen Informations- und Meldepflichten analysiert. Schließlich wird in Unternehmen der Zeit- und Kostenaufwand ermittelt, der erforderlich wird, um staatliche Informationsanforderungen zu erfüllen. Das Ergebnis ist der monetär bewertete Aufwand, also die Höhe der Bürokratiekosten (vgl. Jantz/Veit 2011, S. 130f.). |
Jantz, B./Veit, S. 2011: Entbürokratisierung und bessere Rechtsetzung, in: Blanke B. et al. (Hrsg.): Handbuch zur Verwaltungsreform, Wiesbaden, S. 126-135. |
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Business Process Modeling Notation (BPMN) |
Business Process Modeling Notation ist eine international anerkannte Modellierungssprache. Mit Hilfe dieser Modellierungstechnik wird die Abfolge eines Geschäftsprozesses, d.h. dessen Arbeitsschritte und Nachrichten zwischen verschiedenen am Geschäftsprozess Beteiligten, anhand eines Flussdiagramms grafisch dargestellt. |
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Cluster |
In einem Cluster werden strukturgleiche bzw. inhaltlich ähnliche Prozesse zusammengefasst. |
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E-Government |
Unter E-Government ist nicht vorrangig die Betrachtung der technischen Anteile von E-Government zu verstehen. Mit Informationstechnik und vernetztem E-Government ergeben sich neue Gestaltungspotenziale, insbesondere durch mehr Arbeitsteilung zwischen Organisationen. Neue Formen der vernetzten Leistungserstellung – ermöglicht durch IT – entstehen (z.B. Trennung zwischen Front- und Back-Office, Shared Services). Vernetztes E-Government erfordert eine Prozessorientierung. Prozessschritte der Arbeitsorganisation werden herausgearbeitet, detailliert analysiert. So können Prozessschritte über Verwaltungs- und Sektorgrenzen hinweg neu gestaltet werden. |
Lenk, K.1999: Electronic Government als Schlüssel zur Innovation der öffentlichen Verwaltung, in: Lenk, K./Traunmüller, R. (Hrsg.): Öffentliche Verwaltung und Informationstechnik – Perspektiven einer radikalen Neugestaltung der öffentlichen Verwaltung mit Informationstechnik, Heidelberg, S. 123-142. Lenk, K./Schuppan, T./Schaffroth, M. 2010: Vernetzte Verwaltung. Organisati- onskonzept für ein föderales E-Government Schweiz, eCH-White Paper, Eidgenössisches Finanzdepartement, Schweiz. Hill, H. 2004: Transformation der Verwaltung durch E-Government, in: Dfk. Deutsche Zeitschrift für Kommunalwissenschaften, 43. Jg., 2004/II, S. 17-47. Brüggemeier, M./Dovifat, A./Kubisch, D./Lenk, K./Reichard, C./Siegfried, T. 2006: Organisatorische Gestaltungspotenziale durch Electronic Government. Auf dem Weg zur vernetzten Verwaltung, Berlin. |
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Elektronische Vorgangsbearbeitung |
Elektronische Vorgangsbearbeitungssysteme (VBS) sind IT-Verfahren, die Geschäftsprozesse, im Sinne einer elektronischen Aktenführung, vom Posteingang bis zur Ablage und Archivierung unterstützen. Sie verbinden demnach die Funktionalitäten der Registratur, des Dokumentenmanagements und der Bearbeitung von Geschäftsvorgängen. |
BMI 2012: Organisationskonzept elektronische Verwaltungsarbeit - Baustein E-Vorgangsbearbeitung; Sächsischer Landesrechnungshof 2008: Elektronische Vorgangsbearbeitung in der Landesverwaltung |
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Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) |
Ereignisgesteuerte Prozessketten sind semiformale Modelle, um Geschäftsprozesse grafisch darzustellen. Die EPK-Methode besteht aus drei wesentlichen Grundelementen – Ereignissen, Funktionen und Konnektoren. Funktionen sind Tätigkeiten bzw. Aktivitäten in einem Geschäftsprozess, die durch Ereignisse ausgelöst werden. Ereignisse beschreiben Zustände im Prozessverlauf. Die Ereignisgesteuerte Prozesskette ist eine wechselnde Folge von Ereignissen und Funktionen, welche durch Konnektoren logisch verbunden wird. |
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Erfüllungsaufwand |
„Der Erfüllungsaufwand umfasst den gesamten messbaren Zeitaufwand und die Kosten, die durch die Befolgung einer bundesrechtlichen Vorschrift bei Bürgerinnen und Bürgern, Wirtschaft sowie der öffentlichen Verwaltung entstehen.“ (Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates, §2, Abs. 1.) |
Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates |
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(Geschäfts-)Prozess |
Unter einem (Geschäfts-)Prozess ist eine zielgerichtete, in sich geschlossene, zeitlich-logische Abfolge von Aktivitäten zu verstehen, die aus einem definierten Input (Arbeitsleistung, Sachmittel etc.) ein definiertes Ergebnis (Output: Produkt, (Dienst)Leistung) erzeugt (vgl. Schmelzer/Sesselmann 2010, S. 62; vgl. Becker/Kugeler/Rosemann 2011, S. 6; Gourmelon/Mroß/Seidel 2011, S. 195). (Geschäfts-)Prozesse können auch organisationsübergreifende Aktivitäten beinhalten und Tätigkeiten anderer Akteure einbinden (vgl. Schmelzer/Sesselmann 2011, S. 64). |
Schmelzer, J./Sesselmann W. 2010: Geschäftsprozessmanagement in der Praxis. Kunden zufrieden stellen, Produktivität steigern, Wert erhöhen, München. Gourmelon, A./Mroß, M./Seidel, S. 2011: Management im öffentlichen Sektor. Organisationen steuern - Strukturen schaffen - Prozesse gestalten, Heidelberg. Becker, J./Kugeler, M./Rosemann, M. 2011: Process Management. A Guide for the Design of Business Processes, Heidelberg. |
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Geschäftsprozessmanagement |
(Geschäfts-)Prozessmanagement umfasst alle Aktivitäten der Planung, Organisation, Dokumentation und Kontrolle, die darauf ausgerichtet sind, die (Geschäfts-)Prozesse einer Organisation zielgerichtet zu gestalten, zu steuern und fortlaufend zu verbessern. |
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Geschäftsprozessmodellierung |
Geschäftsprozessmodellierung ist wesentlicher Bestandteil des (Geschäfts-)Prozessmanagements und dient dazu, (Geschäfts-)Prozesse in einer Organisation zu dokumentieren und zu beschreiben. Dabei werden (Geschäfts-)Prozesse mit Hilfe einer Modellierungssprache (Notation) vollständig und konsistent dargestellt. Alle relevanten Merkmale eines Prozesses, notwendige Arbeitsschritte, beteiligte Organisationseinheiten und Rollen, Schnittstellen, benötigte Ressourcen, Informationen und Daten sowie das Prozessergebnis werden abgebildet. |
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Geschäftsprozessoptimierung |
Geschäftsprozessoptimierung ist Bestandteil des Geschäftsprozessmanagements und umfasst alle Aktivitäten, Maßnahmen und Entscheidungen, die dazu dienen, Geschäftsprozesse und Arbeitsabläufe zu verbessern und neu zu gestalten. |
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Geschäftsprozessphasen |
Die Abfolge eines Geschäftsprozesses lässt sich entlang des „Lebenszyklus“ in typische Phasen gliedern und nachvollziehbar strukturieren. Die zugehörigen Aktivitäten der Geschäftsprozessphasen sind bei nahezu allen (im Projekt betrachteten) Verwaltungsprozessen annähernd identisch (von der Vorbereitung des Antrags bis zur Archivierung der Dokumente) und können somit als Referenzmodule für verschiedene Prozesse verwendet werden. |
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Ist-Prozess |
Ein Ist-Prozess ist ein Abbild des zum Erhebungszeitpunkt implementierten Geschäftsprozesses. |
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Informations- und Meldepflichten |
„Informationspflichten sind aufgrund von Gesetz, Rechtsverordnung, Satzung oder Verwaltungsvorschrift bestehende Verpflichtungen, Daten oder sonstige Informationen für Behörden oder Dritte zu beschaffen, verfügbar zu halten oder zu übermitteln.“ (Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates, § 2 Abs. 2 Satz 2) |
Gesetz zur Einsetzung eines Nationalen Normenkontrollrates |
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Kernprozess |
Geschäftsprozesse werden in Kernprozesse, unterstützende Prozesse (Support-Prozesse) und Managementprozesse (Steuerungsprozesse) unterteilt.
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Hirzel/Gaida/Geiser (Hrsg.) (2013): Prozessmanagement in der Praxis. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 61 f. Becker/Kugeler/Rosemann (Hrsg.) (2012): Prozessmanagement. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler, S. 7. |
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Leistung |
Die Einzelaktivitäten (Leistungen) einer Verwaltung werden zu einer überschaubaren Anzahl an Leistungspaketen (Produkten) zusammengefasst. Produkte sind das Ergebnis von Wertschöpfungsprozessen, die wiederum aus einem Bündel von Leistungen und Teilprozessen bestehen. Die Leistungen sind dabei aus dem Blickwinkel eines Dritten (z.B. anderen Verwaltungseinheiten oder Unternehmen und Bürgern) das Ergebnis der Verwaltungstätigkeiten. Produkte ähnlicher Bereiche werden zu Produktgruppen und verwandte Produktgruppen letztlich zu Produktbereichen zusammengefasst. |
Schedler, K./Proeller, I. 2003: New Public Management, Bern.Gourmelon, A./Mroß, M./Seidel, S. 2011: Management im öffentlichen Sektor. Organisationen steuern - Strukturen schaffen - Prozesse gestalten, Heidelberg. Jann, W. 2011: Neues Steuerungsmodell, in: Blanke et al. (Hrsg.): Handbuch zur Verwaltungsreform, Wiesbaden, S. 98-108. |
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Nachgelagerter Prozess |
Je nach Detailierungsgrad lassen sich die Unterstützungsprozesse (siehe Unterstützende Prozesse) in vorgelagerte, begleitende und nachgelagerte Prozesse unterteilen.
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Eigene Definition - IfG.CC |
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Normadressat |
Normadressat ist eine (natürliche oder juristische) Person, an die sich eine Regelung einer Informations- und Meldepflicht (Richtlinie, Verordnung, Gesetz) richtet und deren Verhalten durch diese festgelegt wird. Der Normadressat ist verpflichtet, die Vorgabe (hier: IMP) nach den gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Er ist Handlungsträger und von der Regelung unmittelbar betroffen. |
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Normprozess |
Ein Normprozess spiegelt den Ablauf der gesetzlichen Anforderungen zur Bearbeitung eines bestimmten Prozessgegenstands wieder. Insbesondere die Leistungsprozesse der öffentlichen Verwaltung basieren auf gesetzlichen Regelungen. Extrahiert man aus den sogenannten Spezialgesetzen (z.B. Bundesimmissionsschutzgesetz, Baugesetzbuch oder Straßenverkehrsordnung) und ggf. dazugehörenden Richtlinien und Verordnungen sowie aus den allgemein geltenden Verwaltungsvorschriften (z.B. Verwaltungsverfahrensgesetz) einen Prozessablauf, entsteht der Normprozess. |
Eigene Definition - IfG.CC |
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Notation |
Notationen sind Modellierungssprachen, um Geschäftsprozesse zu visualisieren. Notationen umfassen Regeln, mit welchen Zeichen (Syntax und Semantik) und (grafischen) Elementen die Geschäftsprozesse zu beschreiben und einzelne Prozessbausteine zu verbinden sind. Gängige Notationen im Geschäftsprozessmanagement sind die Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) und die Business Process Modeling Notation (BPMN). |
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One-Stop-Government |
Kernidee des One-Stop-Government-Ansatzes ist es, den Zugang zu öffentlichen Informationen und Dienstleistungen für Verwaltungskunden an einer Stelle benutzerorientiert (unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Bedarfe) zu bündeln. Die Nutzer können diese zentrale Anlaufstelle über mehrere Zugangskanäle erreichen (z.B. physisch (Bürgerbüro), telefonisch (Einheitliche Behördenrufnummer 115) oder online (z.B. Portale als Single Window)). |
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Optimierter Prozess |
Der optimierte Prozess ist der vollständig implementierte und umgesetzte Soll-Prozess – als neuer Ist-Prozess. |
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Prozesskette |
Eine Prozesskette fasst (Geschäfts-)Prozessen und/oder einzelne (Geschäfts-)Prozessschritte einer oder mehrerer Organisationen sowie den dazugehörigen Informationsaustausch zusammen, um ein Ziel zu erreichen. Eine Prozesskette ist die Verbindung (Verkettung) von aufeinander aufbauenden und/oder voneinander abhängigen (internen und externen) (Geschäfts-)Prozessen oder Teilprozessen zwischen Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen. Prozessketten sind für die Betrachtung der Abwicklung von Informations- und Meldepflichten (IMP) relevant. |
Definition des IfG.CC Potsdam – Institute for E-Government – |
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Prozesskosten |
Die Prozesskosten stellen alle anfallenden Kosten bei der Durchführung eines Prozesses dar. Dabei unterscheidet man zwischen mengenabhängigen (variablen) sowie mengenunabhängigen (fixen) Prozesskosten (vgl. Horváth/Mayer 2011, S. 5ff.). |
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Prozesskostenrechnung |
Die Prozesskostenrechnung ist ein Kostenrechnungssystem, das entgegen der traditionellen Kostenstellenrechnung versucht, alle prozessspezifischen Kosten kostenstellenübergreifend direkt zuzuordnen. Damit schafft die Prozesskostenrechnung Transparenz über den Ressourcenverbrauch, den einzelne Abläufe verursachen (vgl. Horváth/Mayer 2011, S. 5ff.). |
Horváth, P./Mayer, R. 2011: Was ist aus der Prozesskostenrechnung geworden?, in: ZfCM Controlling & Management, Sonderheft 2, Wiesbaden, S. 5-10. |
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Prozesslandkarte |
Eine Prozesslandkarte stellt einzelne Geschäftsprozesse einer Organisation mit ihren Wechselwirkungen untereinander grafisch dar und definiert die verantwortlichen Prozesseigner. Sie stellt sämtliche Prozesse einer Organisation dar, insbesondere die gesamten Abläufe und die Interaktion mit dem Kunden/Bürger oder Unternehmen. Die Prozesslandkarte dient vor allem dazu, Schnittstellen und Abhängigkeiten von Prozessen zu visualisieren. |
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Prozessorganisation |
In einer Prozessorganisation wird die Organisationsstruktur an den Geschäftsprozessen ausgerichtet. Anders als in der funktionalen Organisation werden in der Prozessorganisation alle Aktivitäten, die notwendig sind, um eine Leistung zu erstellen, in einem Geschäftsprozess organisatorisch zusammengefasst. Um die Potenziale vom vernetzten E-Government zu nutzen, ist eine Prozessorientierung erforderlich. Prozessschritte der Arbeitsorganisation werden herausgearbeitet und detailliert analysiert. So können Prozessschritte über Verwaltungs- und Sektorgrenzen hinweg neu gestaltet werden. |
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Prozesssteckbrief |
In einem Prozesssteckbrief sind alle wesentlichen Eigenschaften eines Geschäftsprozesses zusammengefasst und strukturiert dargestellt. Der Steckbrief enthält Informationen zu den rechtlichen Grundlagen, dem Verfahrensablauf sowie Schnittstellen, Fallzahlen, Zeiten und Kosten des Geschäftsprozesses. |
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Prozesstypen |
(Geschäfts-)Prozesse in Organisationen werden in Support-, Kern- und Führungsprozesse unterteilt. Unterstützungsprozesse sind Leistungen für andere Bereiche oder Prozesse und stellen notwendige Organisationsinfrastruktur und Ressourcen bereit (z.B. Beschaffung von Personal oder Arbeitsmitteln). Unterstützungsprozesse sichern damit die Erfüllung der Leistungsprozesse. Leistungsprozesse umfassen alle Aktivitäten, die für den Kunden unmittelbar Produkte bzw. Dienstleistungen bereitstellen (z.B. Erteilung von Erlaubnissen oder Genehmigungen). Unter Führungsprozessen werden Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben verstanden, die von der Leitung (Management) der Organisation wahrgenommen werden (z.B. Leitbild- und Strategieentwicklung, Qualitätsmanagement oder Personalpolitik). |
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Referenzprozess |
Referenzprozesse haben einen allgemeingültigen Charakter und bilden Sachverhalte ab, die behördenübergreifend Gültigkeit besitzen und durch entsprechende Modifizierung/Anpassung zu individuellen, d.h. verwaltungsspezifischen Prozessmodellen erweitert werden können. Referenzprozesse zeichnen sich durch einen hohen Abstraktionsgrad und ihre Wiederverwendbarkeit aus, d.h. Aufgaben, Anwendungen und Objekte werden so weit abstrahiert, dass eine allgemeingültige Verwendung möglich ist. |
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Referenzprozessmodul |
Ein Referenzprozessmodul beschreibt einen Teilprozess (siehe Teilprozess) des Referenzprozesses (siehe Referenzprozess). Beispielsweise ist der Posteingang ein Referenzprozessmodul. |
Eigene Definition - IfG.CC |
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Schnittstelle |
Eine Schnittstelle ist eine Verbindungs- bzw. Übergangsstelle zwischen verschiedenen Akteuren (z.B. organisatorischen Einheiten oder Mitarbeitern; auch organisationsübergreifend) innerhalb eines (Geschäfts-)Prozesses. An der Schnittstelle werden Informationen, Daten und/oder Materialien übertragen oder ausgetauscht. |
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Soll-Prozess |
Auf Grundlage der analysierten Schwachstellen erfolgt die Konzeption des SOLL-Prozesses, der als „Idealmodell“ den kurz- bis mittelfristig gewünschten Zustand (als Neugestaltung) des derzeitigen Ist-Prozesses abbildet. Für die Einführung bzw. Umsetzung des Soll-Prozesses sind entsprechend für jede Schwachstelle Verbesserungsmaßnahmen zu planen und regelmäßig mit dem Ist-Zustand abzugleichen. |
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Standardisierter Prozess |
Der standardisierte Prozess ist ein für einen oder für mehrere Geschäftsprozesse gültiges, vereinheitlichtes Vorgehensmodell, um ein optimales Arbeitsergebnis in gleichbleibender Qualität mit gleichem, optimalem Ressourceneinsatz zu realisieren, unabhängig davon, wer diese Leistung erbringt. |
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Teilprozess |
Ein Teilprozess beschreibt einen abgrenzbaren Abschnitt oder Ausschnitt eines Geschäftsprozesses, der sich aus mehreren logisch zusammengehörenden Tätigkeiten zusammensetzt. Je nach Detailierungsgrad können Teilprozesse organisatorisch oder fachlich abgegrenzt werden. Organisatorisch abgegrenzte Teilprozesse laufen innerhalb einer bestimmten Abteilung ab, während fachlich abgegrenzte Teilprozesse durch die Bearbeitung einer bestimmten Aufgabe gekennzeichnet werden, d.h. auch Organisationsgrenzen überschreiten kann. |
Becker/Probandt/Vering (2012): Grundsätze ordnungsgemäßer Modellierung. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler, S. 225. |
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Unterstützende Prozesse |
Geschäftsprozesse werden in Kernprozesse, unterstützende Prozesse (Support-prozesse) und Managementprozesse (Steuerungsprozesse) unterteilt.
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Hirzel/Gaida/Geiser (Hrsg.) (2013): Prozessmanagement in der Praxis. Wiesbaden: Gabler Verlag, S. 61 f.
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Vorgelagerter Prozess |
Je nach Detailierungsgrad lassen sich die Unterstützungsprozesse (siehe Unterstützende Prozesse) in vorgelagerte, begleitende und nachgelagerte Prozesse unterteilen.
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Eigene Definition - IfG.CC |
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Wissensmanagement |
Wissensmanagement erschöpft sich nicht nur in der Nutzung von IT-Tools, um Wissen zu speichern, sondern umfasst darüber hinaus Strategien und Konzepte zum Erwerb, Transfer sowie der Organisation und Steuerung einer organisatorischen Wissensbasis. Ziel ist, die Gesamtheit der verfügbaren Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Organisation anzuwenden und systematisch weiterzuentwickeln. Informationstechnik spielt bei der Nutzung, der Entwicklung, Sicherstellung und Vermittlung von Wissen eine wichtige Rolle. Da Wissen immer an Personen gebunden ist, ist der Faktor Mensch hierbei noch von größerer Bedeutung (vgl. Gourmelon/Mroß/Seidel 2011, S. 292ff.; vgl. Schmelzer/Sesselmann 2010, S. 21f.). |
Gourmelon, A./Mroß, M./Seidel, S. 2011: Management im öffentlichen Sektor. Organisationen steuern - Strukturen schaffen - Prozesse gestalten, Heidelberg. Schmelzer, J./Sesselmann W. 2010: Geschäftsprozessmanagement in der Praxis. Kunden zufrieden stellen, Produktivität steigern, Wert erhöhen, München. |
The Governance Group (g-group.cc), or G-Group, is a company focusing on the potential of information and communication technologies (ICT) to modernize government. It provides governments worldwide with research and transfer services, eServices and consulting services strongly related to the utilization of ICT in the public sector.
Governments worldwide are increasingly facing challenges such as the globalization of markets, demographic change and scarce resources. Modern society is becoming more and more dependent upon knowledge. The change to a knowledge-based society is also introducing new opportunities for work and learning but also increases public expectations and challenges existing structures and processes.
ICT enables many of these changes but also offer specific solutions for adjusting to and even benefiting from them - not just in business but also in government and society at large.
The expertise of the G-Group is heavily focused on public management and the exploitation of ICT’s potential for public sector modernisation and the redesign of public service processes – more commonly known as eGovernment – to react to and benefit from these changes. In our work, which focuses strongly on government organisation, we emphasize the application of new knowledge, methods and tools to modernise public sector organisations. The G-Group’s expertise is based upon our years of experience in practical as well as research projects. Our knowledge goes beyond daily working experiences, drawing upon cutting edge academic research in the fields of public management and electronic government.
We support all levels of government in developing and implementing their modernisation strategies. The G-Group is divided into four subunits: G-Consulting, G-Solutions, G-Academy and G-Research, each of which provides different services, as appropriate to the client’s needs. G-Consulting offers strategic consulting services for public sector modernisation in various branches of government. G-Solutions provides on-hand implementation support so as to orchestrate various eServices. The G-Academy offers training courses for the development and implementation of eGovernment strategies and G-Research conducts scientific research on current eGovernment and government issues and themes.
PROKETTA
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten F+E-Projektes werden Geschäftsprozesse und der Datenaustausch zwischen öffentlichen Verwaltungen und Unternehmen analysiert, optimiert und standardisiert, um die Abwicklung von Informationspflichten zu verbessern. Die diesbezüglichen Ergebnisse werden in Anwendungen bereitgestellt, die innerhalb des F+E-Projektes entwickelt werden.
Weitere Informationen zum Projekt
Vor dem Hintergrund hoher Bürokratielasten für die Wirtschaft und öffentliche Verwaltung führt das Institut für E-Government (IfG.CC) in Potsdam ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Optimierung und Standardisierung von Geschäftsprozessen und Prozessketten zu staatlichen Informations- und Meldepflichten durch.
Übergeordnetes Ziel ist es, Bürokratielasten für Unternehmen und Verwaltungen zu reduzieren, Transparenz über die Arbeitsabläufe zu schaffen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie der Aufwand bei der Erfüllung bzw. Bearbeitung dieser Pflichten reduziert werden kann. Erhoben und untersucht werden Prozessketten, die mit hohen Bürokratielasten verbunden sind.
Im weiteren Projektverlauf werden die jeweiligen Unternehmens- und Verwaltungsprozesse zu Prozessketten zusammengeführt. Parallel dazu sollen für die Informations- und Meldepflichten standardisierte Referenzprozessketten entwickelt werden. Aus den erhobenen Geschäftsprozessen werden gleiche, wiederkehrende Prozesselemente identifiziert. In dem vom IfG.CC entwickelten Geschäftsprozessmanager werden die Prozesskettenmodelle und Referenzmodelle grafisch und inhaltlich aufbereitet. Mit der Dokumentation der Geschäftsprozesse wird dazu beigetragen, Bearbeitungsprozesse für alle Beteiligten transparent zu machen. Dadurch ist es einfacher, Arbeitsabläufe und Abstimmungsprozesse aufeinander abzustimmen und Doppelarbeiten sowie Medienbrüche zu reduzieren. Geprüft werden kann dann auch, inwieweit IT-Funktionen zur Unterstützung der Arbeitsabläufe genutzt werden kann.
Nutzen des F+E-Projektes
Das Projekt trägt dazu bei,
- Bewusstsein und Grundlagen für ein „Denken in Prozessen“ sowie für die Einführung prozessorientierter Organisationsformen zu schaffen,
- Wissen über die Gestaltung von Geschäftsprozessen zu entwickeln,
- Prozessketten ganzheitlich zu betrachten, d.h. Schnittstellen nicht nur innerhalb einer Organisation, sondern auch zwischen den Akteuren, die an einer Prozesskette beteiligt sind,
- Transparenz zu schaffen über eigene, parallele, vor- und nachgelagerte Arbeitsprozesse, beteiligte Akteure sowie erforderliche Ressourcen.
- Prozesswissen, d.h. Methoden und Praktiken, einschließlich Richtlinien und Verfahrensweisen zu dokumentieren,
- Implizites Arbeitswissen (d.h. das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter) explizit zu machen; das Wissen aller Mitarbeiter einer Organisation(seinheit) wird für alle Mitarbeiter verfügbar gemacht
- einheitliche Prozessschritten/Prozessmodulen zu identifizieren und darüber Geschäftsprozesse zu standardisieren.
Projektpartner und Kooperationspartner sind u.a. Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern:
- Institute for eGovernment (IfG.CC), Potsdam
- CCDM Computer Center für Digitale Medien, Potsdam (assoziierter Partner)
- DIHK Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Berlin (assoziierter Partner)
- Freie und Hansestadt Hamburg (assoziierter Partner)
- Identigo GmbH, Potsdam (assoziierter Partner)
- IHK Industrie- und Handelskammer Potsdam (assoziierter Partner)
- Landeshauptstadt Potsdam (assoziierter Partner)
- SAKD - Sächsische Anstalt für kommunale Datenverarbeitung, Bischofswerda (assoziierter Partner)
- Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Berlin (assoziierter Partner)
Das dreijährige F+E-Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen der Förderinitiative „Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern - e-Standards in digitalen Geschäftsprozessen helfen kleinen und mittleren Unternehmen“ gefördert wird, startete am 01.04.2012.
Projektlaufzeit: April 2012 bis März 2015
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Nachtrag:
IfG.CC öffnet das F+E-Projekt zur Entwicklung eines Prozessketten-Registers für staatliche Informationspflichten für weitere Kooperationspartner
Das IfG.CC ermöglicht weiteren Kooperationspartnern die Teilnahme an seinem am 01.04.2012 gestarteten Projekt zur Entwicklung eines Registers mit standardisierten Prozessketten für staatliche Informations- und Meldepflichten. Kooperationspartner können sein: Verwaltungen der kommunalen und Landesebene, kommunale Spitzenverbände, öffentliche IT-Dienstleister, Unternehmen und Kammern. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.
Vorteile der Teilnahme am Projekt PROKETTA Unternehmen und Behörden haben die Möglichkeit, sich als Partner für die Erhebung von Geschäftsprozessen zu verschiedenen unternehmensrelevanten Informations- und Meldepflichten (IMP) am Projekt PROKETTA zu beteiligen. Als Unterstützer des Projektes erhalten Sie:- das Ist-Prozessketten-Modell sowie die Prozessdokumentation zu den IMP, die wir bei Ihnen vor Ort erheben.
- das Referenzprozessmodell zu der jeweiligen IMP, das als Grundlage für eine Optimierung der eigenen Prozesse in der Organisation genutzt werden kann, was u.a. die Dauer eines Prozessmanagement-Projekts verkürzt
- die Version des Geschäftsprozessmanagers, in dem Ihre Geschäftsprozesse hinterlegt sind.
- Organisationsmanagement, z.B. zur Gestaltung einer prozessorientierten Organisation
- Wissensmanagement, z.B. zur Prozessdokumentation und zur Sicherung von Know-how.
- Personalmanagement, z.B. zur gezielten Personalentwicklung oder Einarbeitung neuer Mitarbeiter
- Qualitätsmanagement, z.B. zur Bewertung von Arbeits- und Prozessergebnissen
- Controlling, z.B. zur Definition, Dokumentation und Analyse von Prozesskennzahlen
Interessenten melden sich bitte per eMail über: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Weitere Informationen | Further Information: www.ifg.cc/_pdf/IFGCC_Proketta_120401.pdf
Dokumente
November 2014:
Proketta-Projektbrief 4
04.-05.11.2014:
2. e-Standards Projekt-Evaluierungs-Workshop in Bonn
17.-18.09.2014:
4. Arbeitsforum eStandards in Bochum - AG Prozessmanagement
Mai 2014:
Proketta-Projektbrief 3
20.02.2014:
3. Arbeitsforum eStandards in Potsdam - AG Prozessmanagement
20.02.2014:
3. Arbeitsforum eStandards in Potsdam - (e)Standards und Geschäftsprozesse
28.11.2013:
2. Proketta-Projektpartnertreffen in Potsdam
21.-22.11.2013:
1. e-Standards Projekt-Evaluierungs-Workshop in Bonn
Juli 2013:
Proketta-Projektbrief 2
Februar 2013:
Proketta-Projektbrief 1
10.10.2012:
1. Proketta-Projektpartnertreffen (Kick-off-Meeting) in Potsdam
01.04.2012:
Start des Proketta-Projektes: IfG.CC entwickelt Register mit standardisierten Prozessketten für staatliche Informations- und Meldepflichten
10.06.2011:
BMWi: Bekanntmachung der Förderinitiave "Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern: e-Standards in digitalen Geschäftsprozessen helfen kleinen und mittleren Unternehmen"
Das Forschungsprojekt "Stein-Hardenberg 2.0"
Ausgangssituation Der heutige Staatsaufbau ist im Wesentlichen von der Staatsauffassung und den Verwaltungsprinzipien des 19. Jahrhunderts geprägt (z. B. Selbstverwaltungsrecht, Ressorthoheit, Territorialorganisation). Die Prinzipien fußten auf den zu diesem Zeitpunkt gegebenen Möglichkeiten bzw. vorhandenen Werkzeugen. Politischer Gedanke hinter der damals installierten Selbstverwaltung war die Repräsentation des Bürgers durch den Staat; heute sollte es heißen: Der Bürger repräsentiert den Staat. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durchdringen staatliche und gesellschaftliche Strukturen in so hohem Maße, dass sie bereits Einfluss auf die organisatorischen Grundprinzipien von Staat und Verwaltung sowie auf die prozessuale Umsetzung des Verwaltungshandelns nehmen. Es stellt sich daher die Frage, ob und in welcher Form staatliche Strukturen und Organisationsprinzipien, die vielfach im 19. Jahrhundert entstanden sind, noch gelten oder ob nicht bestehende Organisationsprinzipien der Verwaltung unter Berücksichtigung vorhandener IKT weiterzuentwickeln sind. Diese und weitere Fragen soll eine Grundlagenstudie beantworten und dabei konkrete Handlungsoptionen für die Öffentliche Verwaltung aufzeigen.
Projektdaten
Am 14. Dezember 2010 ist das Verwaltungsabkommen „Staatlicher Wandel im Informationszeitalter“ zwischen dem Bundesministerium des Innern, der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin, der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, der Anstalt Dataport und dem Ministerium des Innern des Landes Brandenburg in Kraft getreten. Diese Vereinbarung ist Grundlage und Ausgangspunkt für die Ausschreibung und die Durchführung des Forschungsprojekts „Stein-Hardenberg 2.0“. Die Finanzierung des Forschungsvorhabens erfolgt zu 80 % aus Mitteln des Bundes und zu 20 % aus dem Kofinanzierungsanteil der übrigen Vertragspartner des Verwaltungsabkommens. Das Land Brandenburg unterstützt die Umsetzung des Vorhabens durch die Einrichtung und Führung einer Geschäftsstelle und fungiert als Bewilligungsbehörde im Zuwendungsverfahren gem. § 23 Landeshaushaltsordnung (LHO). Als Zuwendungsnehmer und damit als das den Forschungsauftrag ausführende Institut wurde im Rahmen eines ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs das IfG.CC - The Potsdam eGovernment Competence Center ermittelt. Das vierköpfige Forschungsteam mit dem Leiter des Gemeinschaftsprojektes, Prof. Dr. Tino Schuppan, hat im Juni dieses Jahres mit der Arbeit für das Forschungsvorhaben begonnen. In dem Projekt wirken als Inputgeber weitere namhafte Wissenschaftler mit, insbesondere Prof. Dr. Klaus Lenk (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Martin Brüggemeier (HTW Berlin). Mit Ablauf des Jahres 2013 soll das Projekt zum Abschluss kommen; zu diesem Zeitpunkt endet auch die gemeinsame Finanzierung durch die Vertragspartner.
Projektziele
Vorgesehen ist eine ergebnisoffene wissenschaftliche Forschung anstelle der bisher bei dieser Thematik häufig anzutreffenden Beratung der Verwaltung durch Dienstleistungsunternehmen. Es werden neue Erkenntnisse und weiterführende Ansätze für die strategische Ausrichtung von E-Government und eine nachhaltige Modernisierungsplanung der öffentlichen Verwaltung angestrebt. Die Formulierung konkreter, unmittelbar in der Verwaltungspraxis umsetzbarer Handlungsempfehlungen in Gestalt von verschiedenen Verwaltungsszenarien unter Berücksichtigung der Kernthemen Demographie und Haushalt ist ebenfalls Ziel dieses Grundlagenforschungsprojekts. Die Empfehlungen sollen Antworten darauf geben, wie die zukünftige Verwaltungsarbeit unter sich ständig verändernden Rahmenbedingungen gestaltet werden kann und muss. Im Mittelpunkt steht dabei die ausführende Tätigkeit der öffentlichen Verwaltungen auf allen Ebenen, samt ihrer Vernetzung mit Formen partnerschaftlicher Erfüllung öffentlicher Aufgaben. Es geht um das operative Geschäft des „arbeitenden Staates“, das es nach wie vor zu verbessern und zu vereinfachen gilt. Zudem werden auch während des laufenden Forschungsprojektes kontinuierlich konkret umsetzbare Zwischenergebnisse erwartet.
Dokumente
Zukunft der Verwaltung - Das Forschungsprojekt “Stein-Hardenberg 2.0”. - Behörden Spiegel Juni 2013.
Reduktion von Verwaltungslasten für Eltern eines Kindes mit Behinderung. - eGov-Präzenz 2/2013.



















